Stahlfolder mit Kameratechnik für die Vögeli AG

Die Vögeli AG, Langnau, hat in neue Falztechnik der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) investiert. Bei einer Taschenfalzmaschine Stahlfolder TH 66 wurde das Muttermodul gegen ein neues Modul mit sechs Taschen ausgewechselt. Das neue Modul ist mit Kameras, einer Ausschleusweiche und einer vor- und einer nachgelagerten Messerwelle ausgerüstet. Eine Pressstation sichert auch nach einem sechsfachen Parallelbruch eine hohe Falzqualität. Es ist die erste derart ausgestattete Falzmaschine in der Schweiz. Die Kameras überwachen einlaufende Planobogen auf der Vorder- und Rückseite. Fehlerhafte Bogen werden im laufenden Betrieb aus dem Prozess ausgeschleust. Die Qualitätsüberwachung bringt besonders bei Aufträgen mit Sprachwechsel eine hohe Sicherheit, wenn die Versionen von derselben Palette abgearbeitet werden. Diese Situation ist bei der Vögeli AG üblich, umso mehr, als im Bogenoffset auf einer Speedmaster XL 75 mehrere Signaturen im Push-to-Stop-Betrieb produziert werden.Dank der zwei Messerwellen vor und nach der Falzstation gewinnt die Vögeli AG Flexibilität. Sechseitige, querformatige Mailing-Produkte mit einer Antwortkarte können mit der vorgelagerten Messerwelle perforiert und in der zweiten Station gefalzt werden.Beim Kauf des neuen Sechs-Taschen-Falz­moduls kam der Vögeli AG der modulare Aufbau des Stahlfolder-Systems entgegen. Die mit vier Taschen ausgestattete zweite Station und die Auslage wurden von der Vorgängermaschine übernommen und an das neue Muttermodul angeschlossen. Die Modularität ermöglicht ein fast beliebiges Zusammenstellen der Module. So können ein Falzmodul an den Sammelhefter oder eine Auslage für ganz kleine Formate an eine beliebige Falzmaschine gekoppelt werden.

Entwicklungsstudie für neueartige Falzwalze

Anwender der Stahlfolder-Falztechnologie müssen heute zwischen Falzwalzen wählen, die entweder mit Ringen aus Soft-PU oder aus Hart-PU (PU: Polyurethan) versehen sind. Die Ringe sind im Markt unter dem Begriff Extra-Grip bekannt. Beide Materialien haben ihre ganz spezifischen Eigenschaften. Die zu verarbeitenden Bedruckstoffe und deren Oberflächenstruktur bestimmen, ob das weichere und elastischere Soft-PU oder das härtere Hart-PU besser geeignet ist.Das Verhalten von Soft-PU- und Hart-PU-Ringen in einem einzigen Material zu verbinden, haben sich die Entwicklungsingenieure von Heidelberg daher zur Aufgabe gemacht. Aufgrund profunder Kenntnis rund um die Wechselwirkungen zwischen Papieren, den unterschiedlichen Werkstoffen und den geometrischen und physikalischen Bedingungen innerhalb eines Falzsystems hat Heidelberg in der Entwicklung eines neuen Materials grosse Fortschritte erzielt. Die Funktion des neuen Kunststoffrings besteht darin, die Kraft präzisen Falzmaschinenbaus so schonend und genau wie möglich auf jegliches Papier zu übertragen und vom ersten Parallelbruch im Taschenfalzwerk bis zum fertig gefalzten Endprodukt bestmögliche Verarbeitungsqualität zu garantieren. Zurzeit muss der neu aufgebaute Kunststoff mit der Bezeichnung Perfect-Grip seine Eigenschaften in ersten Praxistests unter Beweis stellen.

Einstiegsmodell Ricoh Pro C5300 sorgt für wachsende Marktanteile

Jüngste Zahlen von IDC belegen, dass Ricoh seinen Marktanteil in der EMEA-Region trotz der schwierigen Geschäftslage des Jahres 2020 in einer Reihe von Segmenten ausbauen konnte. Dem vom Marktforschungsunternehmen IDC veröffentlichten «Quarterly Hardcopy Peripherals Tracker 2021Q1» zufolge haben die Verkaufszahlen des Einstiegsmodells der Einzelblatt-Farbdruckmaschine Ricoh Pro C5300s Series den Marktanteil von Ricoh in wichtigen Bereichen vergrössert. Laut dem Bericht konnte Ricoh seinen Marktanteil nach verkauften Einheiten in der IDC-Kategorie «Total Colour Laser Production» in der EMEA-Region von 22,1% im Jahr 2019 auf 26,8% im Jahr 2020 erhöhen. Die Ricoh Pro C5300s Series ist die jüngste Modellreihe im Einzelblatt-Portfolio von Ricoh. Sie wurde entwickelt, um Druckdienstleister, Print-on-Demand-Anbieter und Hausdruckereien in die Lage zu versetzen, reaktionsschnell kleine bis mittlere Auflagen, wie Broschüren, Kataloge, Postkarten und Umschläge, zu produzieren. Die neue Maschine baut auf dem Erfolg ihres Vorgängers Ricoh Pro™ C5200s auf und ermöglicht eine höhere Produktionsflexibilität und Druckqualität sowie ein breiteres Dienstleistungsangebot. Eef de Ridder, Vice President, Graphic Communications Group, Ricoh Europe, sagt: «Dieser Zugewinn an Marktanteilen in einer Reihe von Schlüsselsegmenten zeigt deutlich, dass die Ricoh Pro C5300-Lösung eine reale Nachfrage befriedigt. In dieser aussergewöhnlich anspruchsvollen Zeit sind die Druckereien auf eine vielseitige Qualitätslösung angewiesen. Die Möglichkeit, zahlreiche kreative Anwendungen bei einer Druckgeschwindigkeit von 80 Seiten/Minute mit einem monatlichen Volumen von 450 000 Exemplaren zu produzieren, gewährleistet eine Produktivität, die den Unternehmen erlaubt, ihre Rentabilität zu vergrössern.»

Koenig & Bauer vermarktet weitere Maschinen der CorruCUT-Serie

Insgesamt fünf Maschinen der CorruCUT-Serie von Koenig & Bauer konnten erfolgreich an namhafte Unternehmen aus dem Bereich der Wellpappenherstellung vermarktet werden. Nach den erfolgreichen Abnahmen der bereits im Markt installierten Beta-Maschinen werden weitere Unternehmen in die Hochleistungsdruckmaschine CorruCUT investieren. Stefan Segger, Vertriebsdirektor Koenig & Bauer Digital & Webfed: «Wir sehen uns auf dem richtigen Weg – durch den Wegfall von Reisebeschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie können wir unseren Kunden die Maschinen wieder live präsentieren. Die zukünftigen Investitionen unserer Kunden zeigen uns, dass wir in den vergangenen Jahren sehr gut gearbeitet haben.» Die Fokussierung auf Wachstumsmärkte wie den konventionellen und digitalen Verpackungsdruck ist Teil der erfolgreichen Strategie von Koenig & Bauer. Die neuen Anlagen werden im kommenden Jahr ihre Produktionen aufnehmen. Koenig & Bauer hat sowohl die High Board Line Rotationsstanze CorruCUT als auch die CorruFLEX weiterentwickelt und eine grosse Anzahl an neuen technischen Features eingearbeitet. Diese neuen Highlights, beispielsweise an der Stanze, haben für viele positive Rückmeldungen aus der Wellpappenindustrie gesorgt. «Unsere Philosophie ist es, dass wir die Anforderungen unserer Kunden verstehen wollen und uns auch immer hinterfragen und genau schauen, was wir noch besser machen können», so Christoph Müller, Mitglied des Vorstandes der Koenig & Bauer AG. Die Kombination aus hoher Druckqualität und Präzision sowie einer hohen Leistung stellt eine echte Weiterentwicklung in der Drucktechnologie für die Verpackungsbranche dar. Weitere Alleinstellungsmerkmale der CorruCUT sind zum Beispiel der Vakuum-Riemenanleger ohne Einzugswellen, ein neuartiges Rasterwalzenwechselsystem sowie ein top Vakuum-Ableger.

Casutt Druck & Werbetechnik: Versafire ersetzt Versafire

Die Casutt Druck & Werbetechnik AG in Chur hat in den Digitaldruck investiert. Ein Vierfarbensystem Versafire CV der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) wurde durch ein Fünffarbensystem Versafire EV ersetzt. Über das Prinect Digital Frontend ist die neue Maschine in die Prinect-Workflow-Steuerung integriert. In der technischen Datenaufbereitung gelten für die Druckplattenbelichtung auf einem Suprasetter A 52 und für die Versafire EV immer identische Bedingungen. Beide Ausgabekanäle können von einer beliebigen Cockpit-Station aus angesteuert werden. In der klassischen Drucksachenherstellung hat sich die Casutt Druck & Werbetechnik auf das A3-Bogenformat festgelegt. Im Bogenoffset wird auf einer Speedmaster SM 52-4 produziert. Mit dieser Strategie ist das Unternehmen seit vielen Jahren erfolgreich unterwegs. Die Kunden sind grösstenteils im Grossraum Chur und in den Sportregionen des Kantons Graubünden daheim. Das zweite Standbein ist die Werbetechnik, deren Ausstattung an eine Schreinerei erinnert. Diese Abteilung hat in den letzten Jahren stark zugelegt, Treiber des Wachstums sind Synergien zum Bogenoffset und Bogendigitaldruck, die das Unternehmen geschickt zu nutzen weiss. In diesen Zusammenhang muss die neue Versafire EV gestellt werden. Mit ihrer fünften Tonerstation entspricht sie jenem LFP-Drucksystem, auf dem die Casutt Druck & Werbetechnik AG seit letztem Jahr in der Werbetechnikabteilung produziert. Wie auf der Versafire kann auf der LFP-Maschine neben den Skalafarben mit Deckweiss und einem Lack (transparente UV-Tinte) gearbeitet werden. «Die Versafire EV und das LFP-System passen perfekt zusammen», sagt Claudio Casutt, Geschäftsführer des Unternehmens. Die Casutt Druck & Werbetechnik AG sei jetzt in der Lage, den Kunden komplette Pakete für ihre Werbekommunikation anzubieten. Diese reichen vom ganz grossen bautechnischen Objekt über Broschüren und Briefschaften bis hin zur kleinen Visitenkarte.

Aus BÖWE SYSTEC wird die BOWE GROUP

Mit Lösungen zur Automatisierung von Prozessen rund um Kuvertiersysteme, Brief- und Paketsortierung sowie Integrationslösungen für die Intralogistik hat sich das in Augsburg ansässige Unternehmen BÖWE SYSTEC weltweit einen Namen gemacht. Aus BÖWE SYSTEC wird nun die BOWE GROUP. Unter dem Dach der BOWE GROUP bieten drei spezialisierte Geschäftsbereiche integrierte, branchenspezifische Automatisierungstechnologien und intelligente IoT-Softwarelösungen an. Der Bereich BOWE SYSTEC steht für das klassische Postbearbeitungssegment. Hier liegen die Schwerpunkte weiterhin auf intelligenter Kuvertiertechnologie, Brief- und Mischpostsortierung sowie Plastikkarten- und ePass-Versand. Bei BOWE INTRALOGISTICS bekommt der Intralogistikkunde all das, was er zur Optimierung seiner Sortierzentren oder Warenlager braucht. Mit einem breiten Produktportfolio und der entsprechenden Expertise bietet BOWE INTRALOGISTICS Komplettlösungen aus einer Hand. Von der Entladehilfe über Fördertechnik, Kommissioniersysteme und Sorter ist für jedes Lager oder Verteilzentrum – ob gross, ob klein – etwas dabei. Ob Paketsortierung, E-Commerce, Retail oder Wholesale, Food & Beverage, 3PL oder produzierende Industrie: Modulare Intralogistiklösungen automatisieren und beschleunigen die gesamte innerbetriebliche Prozesskette – vom Wareneingang über die Kommissionierung und die Sortierung bis hin zum Versand und darüber hinaus. Perfekt ergänzt werden diese beiden Geschäftsbereiche durch intelligente IoT-Softwarelösungen von BOWE IQ für die Dokumenten- und Postverarbeitung sowie das weite Feld der Intralogistik. Die Gründung dieser Business Unit unterstreicht die stetig wachsende Bedeutung der Digitalisierung über alle Produktkategorien der Gruppe sowie die Wertschöpfungsketten der Kunden hinweg. Hier reicht das Angebot von Software für die intuitive Maschinensteuerung von BOWE-Systemen über Pakete für die Prozessautomatisierung bis hin zu Lösungen für Track & Trace einschliesslich Serialisierung und Applikationen für die berühmte «letzte Meile». Leistungsstarke branchenspezifische Warehouse-Management-Systeme (WMS) und Warehouse-Control-Systeme (WCS) vervollständigen das Portfolio. BOWE IQ stellt somit ein wichtiges Bindeglied zwischen BOWE SYSTEC und BOWE INTRALOGISTICS dar, zielt aber auch mit eigenständigen Softwarelösungen in die Märkte.

Inmould-Performance-Paket auf Speedmaster XL 106

Anlässlich einer Kundenveranstaltung im Juni in Wiesloch hat Heidelberg ein neues Performance-Paket für die Inmould-Etikettenproduktion auf der Speedmaster XL 106 vorgestellt. Modifikationen in Anleger und Ausleger, ein geänderter Bogentransfer sowie Antistatikeinrichtungen erlauben es, die empfindlichen, 50 Mikrometer dünnen Kunststofffolien bei einer Geschwindigkeit von bis zu 14 000 Bogen pro Stunde zu verarbeiten. Die Maschine für den Offsetdruck mit konventionellen Druckfarben war durch drei Y-Trockenwerke und einen einfach verlängerten Ausleger ausgestattet. Das 50 Mikron dünne Material, wie es für Inmould-Etiketten zur Anwendung kommt, wird in den Trockenwerken auf einer kontrollierten Bahn geführt. Im Ausleger bleibt der Transportweg kurz. Gegenüber einer Maschine mit Trocknertechnologie in einer verlängerten Auslage befinden sich die drei Y-Werke in vergleichsweise geringer Distanz zum Bedruckstoff. Das führe zu einer um 25% gesteigerten Trocknungskapazität, schreibt Heidelberg. Die präsentierte Speedmaster XL 106 wurde über den neu konzipierten CutStar der Generation 4 mit Bedruckstoff versorgt. Der Rollenquerschneider ist in den Prinect-Workflow und die Intellistart-Steuerung integriert und unterstützt die Push-to-Stop-Produktion. Format und Luftwerte werden vollautomatisch eingestellt. Eine integrierte Corona-Oberflächenbehandlung begünstigt die Benetzbarkeit von Kunststoffmaterial und trägt zu einer guten Haftung der Druckfarben bei. Im globalen Markt des Etikettendrucks erwartet Heidelberg Wachstumsraten von rund 4% pro Jahr. Für das Segment der Inmould-Etiketten wird, unbeeinflusst von der Covid-19-Pandemie, ein überproportionales Wachstum prognostiziert. Typische Anwender von Inmould-Etiketten sind die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie sowie Produzenten für Haushalts- und Industriechemikalien. Das Inmould-Verfahren zeichnet sich gemäss Heidelberg durch vergleichsweise günstige Herstellungskosten, gute Temperatur- und Feuchtigkeitsbeständigkeit sowie ressourcenschonende Eigenschaften aus; Polypropylen, wie es für die Etiketten und die Gebinde verwendet wird, kann zu 100% rezykliert werden.

Baumberger Print AG wechselt auf Prinect-Workflow

Die Baumberger Print AG in Oberbuchsiten SO hat einen älteren CtP-Belichter durch einen Suprasetter A75 DTL (Dual Top Loader) von Heidelberg ersetzt. Gleichzeitig wurde die Workflow-Steuerung auf den Prinect Production Manager umgestellt. Mit dem Schritt hat die Baumberger Print AG ihre gesamte Produktionskette in ein einheitliches Prinect-Workflow-System integriert. Bislang wurde mit zwei unterschiedlichen Workflow-Umgebungen gearbeitet: mit Prinect für die Ausgabe auf einer Versafire CV, mit einem System eines anderen Herstellers für die Plattenbelichtung. Dank des Umstiegs auf die Suprasetter-CtP-Technik und den Prinect Production Manager nutzt die Baumberger Print AG jetzt für beide Ausgabekanäle dieselbe Technologie. Am Prinect Cockpit kann bis kurz vor Produktionsbeginn flexibel entschieden werden, ob ein Auftrag im Bogenoffset oder im Digitaldruck produziert werden soll. Für die Datenverarbeitung gelten immer identische Bedingungen – vom Preflight der PDF-Einzelseiten über das Ausschiessen der Seiten in der Signa Station und das Farbmanagement bis zur gerenderten Druckform. Anfang März ging die neue Technik in Betrieb. Seither hat Michael Bieli, verantwortlich für Vorstufe, Digitaldruck und Produktionsplanung, genau beobachtet und exakt gerechnet: «Dank der Integration arbeiten wir gegenüber dem früheren System um 30% schneller», sagt er. Den Grund für den Produktivitätsgewinn ortet er in der einfachen und selbsterklärenden Bedienung der Prinect-Technologie. Hinzu kommt, dass die Drucker die Plattenbelichtung heute selber über die Prinect App auf einem Smart Device auslösen. In der Vorstufe führt das zu einer massiven Entlastung, zumal der Dual Top Loader die zwei Druckplattenformate dem Suprasetter vollautomatisch zuführt. Im Bogenoffset wird auf einer Speedmaster XL 75 und einer Speedmaster SM 52 produziert. Für Michael Bieli liegt der Schlüssel zum Erfolg in automatisch gesteuerten Prozessen, und zwar produktionsstufenübergreifend. «Es genügt nicht, wenn wir die Overall Equipment Effectiveness allein im Bogenoffsetdruck steigern», sagt er. Nur wenn das gesamte System mit den vorgelagerten Prozessen betrachtet werde, könne das Ziel einer möglichst effizienten Produktion erreicht werden. Auf dem Weg zu diesem Ziel sieht Michael Bieli mit der Heidelberg Schweiz AG den richtigen Partner an seiner Seite.

Positiver Ausblick bei Koenig & Bauer

Das erste Halbjahr 2021 ist für den Koenig & Bauer-Konzern in mehrfacher Hinsicht positiv verlaufen. Die Kunden haben rund 28% mehr bestellt als im Vorjahreszeitraum. Dazu hat insbesondere der Zuwachs der Aufträge im Segment Special um rund 45% beigetragen. In allen Bereichen in diesem Segment sind die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Juni konnte bei der Tochtergesellschaft MetalPrint einer der besten Auftragseingänge in der Firmengeschichte verbucht werden. Dies zeigt, dass sich nach einem schwierigen ersten Halbjahr in diesem Segment die Auftragslage auch hier bessert und der Weltwirtschaftsmotor wieder anspringt, was Koenig & Bauer insgesamt zuversichtlich und gut aufgestellt in die Zukunft blicken lässt. Auch das Segment Sheetfed konnte seinen Auftragseingang erneut steigern und erreichte ein Plus von rund 30%, wovon der deutlich überwiegende Anteil dem stark wachsenden und pandemieresistenteren Verpackungsdruckmarkt zuzuordnen ist. Damit konnten wir unsere Marktposition mit Bogenoffsetmaschinen im Verpackungsdruck weiter ausbauen. Besonders erfreulich ist die 2020 erreichte Marktführerschaft in Deutschland nach der deutlichen Steigerung des Marktanteils. Auch in China konnte Koenig & Bauer einige Erfolge feiern – auf der diesjährigen China Print in Peking Ende Juni verbuchte das Unternehmen einen neuen Rekord bei der Anzahl der Aufträge auf dieser Messe. Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Weltpremiere der neuen Rapida 105-Generation. Daneben waren auch die grossformatigen Bogenoffsetmaschinen der Baureihen Rapida 145 und Rapida 164 sehr gefragt, was auf den besonderen Bedarf nach hochwertigen Verpackungen – schwerpunktmässig in den Bereichen Mobiltelefonie und bei elektronischen Produkten – zurückzuführen ist. In Summe zeigt sich, dass sich die Investitionszurückhaltung der Kunden in vielen Bereichen aufzulösen beginnt, nichtsdestotrotz werden teilweise Neuinvestitionen angesichts der Unsicherheiten infolge der Covid-19-Pandemie von Kunden verschoben. Dies betrifft im ersten Halbjahr 2021 hauptsächlich den Auftragseingang im Bereich des digitalen Dekor- und Wellpappendrucks. Jedoch konnten Ende Juli 2021 in Summe fünf Maschinen aus der CorruCUT-Serie auch an Beta-Kunden sowie an Neukunden erfolgreich vermarktet werden. Dr. Andreas Plesske, Vorstandssprecher der Koenig & Bauer AG, erläutert: «Die Entscheidungen unserer Kunden zeigen auch, dass wir in den vergangenen Jahren sehr gute Arbeit geleistet haben und die Fokussierung auf Wachstumsmärkte wie den konventionellen und digitalen Verpackungsdruck sich auszahlt. Wir erwarten die Auftragseingänge im dritten Quartal 2021 zu verbuchen und rechnen damit, dass die neuen Anlagen im kommenden Jahr ihre Produktionen aufnehmen. Dies verdeutlicht, dass unsere adressierten Endmärkte, wie vor allem der strukturell wachsende Verpackungsdruck, fundamental intakt sind. Entsprechend sehen wir unser bewährtes breites Produktportfolio unverändert als zielführend an.» Plesske ergänzt: «Hinzu kommt, dass Nachhaltigkeit als Querschnittsthema sowohl auf Kunden- als auch Unternehmensseite immer mehr an Fahrt zunimmt. Daher sind wir sehr stolz, dass wir als erster Druckmaschinenhersteller der Healthy Printing Initiative beigetreten sind und als Mitglied im Projekt Holy Grail 2.0 bestätigt wurden und damit unser zentrales Zukunftsthema einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung weiter ausgebaut haben.»

Agfa stellt Amfortis vor, einen All-in-one-Workflow für den Offset-Verpackungsdruck

Amfortis erleichtert das Leben von Verpackungskonvertern, indem es mehrere einzigartige Software-Tools in einer leistungsstarken Produktions-Workflow-Lösung kombiniert. Es ergänzt das Angebot von Agfa für Offset-Verpackungsdrucker, das bereits Druckplatten und hochleistungsfähige CtP-Systeme umfasst. Bei der Entwicklung von Amfortis konnte Agfa auf mehr als 25 Jahre Erfahrung und Know-how bei der Entwicklung von JDF-basierten Workflow-Softwarelösungen zurückgreifen. Verpackungskonverter und -drucker können nun die Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit der bekannten Apogee Prepress Workflow Software von Agfa nutzen. Akzidenzdrucker, die in den Verpackungsdruck expandieren wollen, können dies in kürzester Zeit und mit sehr geringem Aufwand tun. Die Fratelli Roda SA, die immer auf der Suche nach Innovationen ist, war die Erste, die Amfortis implementierte: «Das grosse Potenzial von Amfortis wurde sofort deutlich», sagt Gian Luca Pellegrinelli, Produktionsleiter. «Es hat unseren Produktionsprozess sowohl schneller als auch sicherer gemacht, da es uns erlaubt hat, Zwischenschritte zu eliminieren. Unsere Bediener, die bereits an die Arbeit mit Apogee gewöhnt waren, empfinden die Oberfläche als sehr intuitiv.» In Amfortis ist Agfas umfassende Druckstandardisierungssoftware PressTune integriert, die Farbkonsistenz und damit auch reibungslosere Freigaben, schnellere Einrichtzeiten und geringeren Farb- und Papierverbrauch garantiert. Dank dieser zuverlässigen Farbwiedergabe bietet PressTune die Grundlage für Agfas neue Rastertechnologie SPIR@L zur Steigerung der Druckqualität bei gleichzeitiger Reduzierung des Farbauftrags. Amfortis unterstützt auch Separationen mit erweitertem Farbumfang, auf die InkTune angewendet werden kann. Durch die Integration mit Agfas Arziro können Druckereien mit Amfortis auch spezielle Designelemente in die Druckvorlagen einfügen, um die Attraktivität im Regal und den Markenschutz zu erhöhen. «Der Verpackungsdruck ist ein wachsendes Marktsegment, und die Pandemie hat dies durch eine Zunahme des Onlineshoppings noch verstärkt», sagt Andy Grant, Global Head of Software bei Agfa. «Bei Agfa verfolgen wir eine integrierte Lösungsstrategie für alle Märkte, die wir bedienen. Amfortis ist das letzte Puzzlestück für Offset-Verpackungen. Es passt auch in unseren ECO³-Ansatz: Wir unterstützen das Geschäftswachstum unserer Kunden, indem wir ihnen kosteneffiziente Lösungen anbieten, die ihre Abläufe nachhaltiger, produktiver und einfacher in Handhabung und Pflege machen.»