Koenig & Bauer LIVE: Print funktioniert auch online

Eine durchweg positive Bilanz zieht Koenig & Bauer nach Ende seiner ersten komplett virtuellen Messe. Unter dem Titel «Koenig & Bauer LIVE» präsentierte der Druckmaschinenhersteller im Juni Produktneuheiten, digitale Anwendungen und neue Service-Lösungen für die Druckindustrie. In täglichen Streaming-Sequenzen konnten Partner, Kunden und Interessierte verfolgen, welche Innovationen Koenig & Bauer für die Branche entwickelt hat. Der Termin war kein Zufall. «Eigentlich hätte in genau diesen zwei Wochen die drupa stattgefunden», erklärt Claus Bolza-Schünemann, Vorstandsvorsitzender von Koenig & Bauer. Die weltweit grösste Messe für die Druck- und grafische Industrie fiel jedoch wie viele andere Grossveranstaltungen in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. Ein neuer Termin steht bereits. Im April 2021 soll die drupa nachgeholt werden. Zeit, die man sich bei Koenig & Bauer aber nicht lassen wollte. «Unsere Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, als uns die Nachricht erreicht hat, dass die drupa verschoben wird», so Dagmar Ringel, Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing bei Koenig & Bauer. «Wir wollten nicht noch ein Jahr warten, um der Druckwelt unsere Innovationen vorzustellen.» Höhepunkt von Koenig & Bauer LIVE war die Vorstellung der neuen Rapida-Generation. Mit vielen Neuerungen mit zusätzlichen Features und in einem modernen Erscheinungsbild präsentierten Vorstandsmitglied Ralf Sammeck und sein Team das Flaggschiff im Bogenoffsetsegment. Im Mittelformat ist die Rapida 106 mit einer Leistung von 20 000 Bogen pro Stunde im Schön- und Widerdruck, fliegenden Jobwechseln und hoch automatisierter Plattenlogistik die leistungsstärkste Rapida, die es je gab. Und auch die Rapida 76 wartet mit allen Merkmalen ihrer grösseren Schwestern­maschine auf und setzt einen Meilenstein im B2-Format. Im Bereich der Postpress-Lösungen stellte Koenig & Bauer seine neue Stanzenfamilie CutPRO vor – die Flachbettstanze CutPRO Q 106 der spanischen Tochter Koenig & Bauer Iberica sowie die Rotationsstanze CutPRO X 106. Robert Stabler, Geschäftsführer des Joint Ventures Koenig & Bauer Durst, gab einen Einblick in die Innovationen für den digitalen Verpackungsmarkt. Neben Veränderungen bei der Delta SPC 130 und der CorruJET 170 stand vor allem die Entwicklung der neuen VariJET 106 im Mittelpunkt. Die Maschine integriert die Inkjet-Technologie in die Plattform der Hochleistungs-Bogenoffsetmaschine Rapida 106. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nahm die virtuelle Messe auch die digitalen Services in den Blick. Als Techniker- und Kundenbesuche mit dem Lockdown über Nacht unmöglich wurden, verlagerte sich der Austausch in andere Formate. Koenig & Bauer setzt schon seit Jahren auf Anwendungen wie Visual Press Support, ein Service-Angebot mit visueller Unterstützung. Auch bereits bestehende Augmented-Reality-Lösungen und Möglichkeiten der vorausschauenden Wartung kamen den Kunden in der Corona-Krise zugute. Zusätzlich schnürte Koenig & Bauer branchenspezifische Service-Pakete. Aus dem Segment Digital & Webfed schilderten Vorstandsmitglied Christoph Müller und sein Team die Einsatzmöglichkeiten der RotaJET im Rollendigitaldruck, etwa in der Dekor- oder Verpackungsproduktion. Ausserdem berichteten sie vom Wiedereinstieg in den Markt für Wellpappe mit den neuen Maschinen CorruCUT und CorruFLEX. Hier bedient das Unternehmen die stark wachsende Nachfrage nach Verpackungslösungen, beispielsweise von Markenartiklern und Lebensmittelproduzenten. Luigi Magliocchi, neuer Geschäftsführer von Koenig & Bauer Flexotecnica, präsentierte die Evo XC direkt aus dem Werk in Tavazzano in Italien.

Chromos AG und FUJIFILM (Switzerland) AG fusionieren miteinander

In der mittlerweile 74-jährigen Firmengeschichte der Chromos AG gibt es einen weiteren, wichtigen Meilenstein: Die seit vielen Jahren zu unserer Firmengruppe gehörenden Unternehmen Chromos AG und FUJIFILM (Switzerland) AG fusionieren per 1. Juli 2020 zur Chromos Group AG. Technologische Veränderungen und wirtschaftliche Herausforderungen bedingen eine immer grössere Flexibilität, um als Brückenbauer im Dreieck mit Kunden und Lieferanten künftig effiziente und zukunftssichere Lösungen zu entwickeln. Das Verbinden der Chromos AG mit der FUJIFILM (Switzerland) AG, welche seit 1997 zur Firmengruppe gehört, ist die konsequente Folge einer jahrelangen, sehr engen Zusammen­arbeit mit dem Ziel, Kräfte zu bündeln und Strukturen zu vereinfachen. Die CHROMOS Group AG verstärkt ihr Fundament für eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft und vereint neu die sechs starken Verkaufsbereiche Printing, Packaging, Industrial, KELVA Web Cleaning, FUJIFILM Photo, Service unter einem Dach. Unverändert bleibt das grosse Gesamtportfolio an Weltmarken, Technologien, Service- und Beratungsleistungen, welche mit gewohnt grosser Expertise zu bedürfnisorientierten Lösungen erarbeitet werden. Auch die Ansprechpartner stehen wie bisher zuverlässig zur Verfügung und alle vertraglichen Vereinbarungen ändern sich nicht. Die Neuausrichtung der CHROMOS Group AG umfasst zudem die Modernisierung des gesamten Erscheinungsbildes. Der Internetauftritt wurde komplett überarbeitet. www.chromosgroup.ch.

Agfas neue PrintSphere Disaster Recovery

PrintSphere Disaster Recovery ist ein neues Modul, das Zeitungsdruckereien ein sicheres Back-up bietet, mit dem sie ihre Zeitungen jederzeit drucken können. Es ist eine Cloud-basierte SaaS-Lösung für standardisierten und effizienten Datenaustausch und Workflow-Automatisierung. Sie wird in Agfas privater und sicherer Cloud gehostet und ermöglicht es Druckereien, Daten einfach online zu speichern und Dateien schnell mit allen Beteiligten auszutauschen. Mithilfe des PrintSphere-Disaster-Recovery-(PrintSphere Notfallwiederherstellung)-Moduls speichern die Benutzer der ArkitexWorkflow-Software alle eingehenden Ausgabedateien automatisiert in der sicheren Cloud von Agfa. Im Notfall erhält ein Druckpartner oder ein Ersatzdruckstandort einfach und schnell Zugriff auf die gespeicherten Daten und kann den Druck wieder aufnehmen. So erhalten Zeitungsdruckereien Gewissheit, dass ihre Tageszeitung gedruckt wird – auch wenn die Druckmaschine oder der gesamte Produk­tionsstandort ausfällt. PrintSphere Disaster Recovery löst auch potenzielle Probleme bei der FTP-Übertragung, einschliesslich der Übertragungsgeschwindigkeit, und bietet eine sicherere und zuverlässigere Plattform.

Heidelberg richtet Kundenansprache individuell und digital aus

Der Trend zu immer kürzeren Innovationszyklen hat durch die Digitalisierung in der Printmedienindustrie rasant zugenommen. Datenbasierte digitale Geschäftsmodelle entstehen in kürzester Zeit und werden permanent an aktuelle, spezifische Kundenbedürfnisse angepasst. Kunden müssen deshalb schnell, flexibel und kontinuierlich über die neuesten Entwicklungen informiert werden. Diese Entwicklung hat auch Konsequenzen für die Kundenansprache bei der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg): Das Unternehmen wird künftig neue und verstärkt auch digitale Formate zur Vorstellung von Produkten und Innovationen anbieten. Den Auftakt macht die «Innovation Week» vom 19. bis 23. Oktober 2020. Hier wird Heidelberg seinen Kunden unter dem Motto «Unfold your potential» eine Fülle an Produktinnovationen mit Schwerpunkt Verpackung und Commercial vorstellen, dazu zählen u. a. autonomes Drucken, End-to-End-Lösungen, Smart Print Shop und Push-to-Stop. Realisiert wird die Woche via Live-Stream sowie durch physische Formate am Standort Wiesloch/Walldorf. Bei der Vorstellung der für die drupa in diesem Jahr geplanten Innovationen hat Heidelberg bereits überaus positive Erfahrungen mit digitalen Präsentationsformaten gesammelt. «Für eine engere und individuelle Kundenkommunikation setzen wir künftig auf neue, virtuelle Messekonzepte sowie regionale Veranstaltungen in den Wachstumsmärkten. Damit orientieren wir uns konsequent an den Erwartungen unserer Kunden», sagt Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. «Mit der Innovation Week starten wir nun zeitnah den Kundendialog und präsentieren unsere Innovationsoffensive.» Der persönliche Dialog steht weiter verstärkt im Fokus der einzigartigen Print-Media-Center, in denen vor Ort auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden an den Standorten Wiesloch/Walldorf, Atlanta, Shanghai, São Paulo und Tokio eingegangen wird. Hier bietet Heidelberg allen Kunden und Interessenten marktspezifische Zugänge zu Produkt- und Lösungsdemonstrationen, vielfältige Möglichkeiten für den direkten Austausch mit Applikationsspezialisten sowie umfangreiche Schulungsangebote und Trainings. Die Print-Media-Center haben sich bereits zu einem etablierten Ort entwickelt, um Kunden live Erfahrungen zu vermitteln und Investitionen zu validieren. Heidelberg begrüsst in der Regel mehrere Tausend Kunden weltweit pro Jahr in den eigenen Demo-Räumlichkeiten. Covid-19 hat die Entwicklung hin zu digitalen und dezentralen Veranstaltungskonzepten beschleunigt. Auch wenn die Entwicklungen im nächsten Jahr hinsichtlich Corona noch nicht absehbar sind, muss Heidelberg bereits heute eine Entscheidung treffen. Daher hat das Unternehmen beschlossen, im nächsten Jahr keine Präsenz auf internationalen Messen zu zeigen und somit auch nicht an der Messe drupa teilzunehmen. Die Umsetzung der drupa wird im Jahr 2021 einen anderen Charakter haben – weltweite Reiserestriktionen und Hygienevorgaben führen zu deutlich weniger Besuchern und eingeschränktem Dialog. Internationale Messen mit vollen Ständen und Hallen werden in gewohnter Form sehr wahrscheinlich nur schwer umsetzbar sein und dadurch ihren Status als weltweiten Branchentreff für Kunden und Hersteller kaum beibehalten können. Als langjähriger Partner der drupa bringt Heidelberg auch weiterhin gerne seine Erfahrungen ein, um zukunftsweisende Messekonzepte auf die neuen digitalen Möglichkeiten und Kundenanforderungen hin anzupassen.

Kodak mit diversen Neuheiten im Portfolio

Kodak kündigte im Rahmen einer virtuellen Pressepräsentation eine neue Inkjetdruckmaschine sowie ein erweitertes Portfolio von Offset- und Digitaldrucklösungen an. Gemäss Kodak veränderte die Prosper 6000 Inkjetdigitaldruckmaschine die Art und Weise, wie Drucker Digitaldrucktechnologie bei Akzidenzdruckanwendungen nutzten, grundlegend. Auf diesen Errungenschaften baue die neu entwickelte Prosper Ultra 520 auf und hebe den Inkjetdruck auf ein «neues Niveau», so Kodak. Sie biete eine dem Offsetdruck vergleichbare Qualität bei einer konstanten Produktionsgeschwindigkeit von 150 m/Min. auf glänzenden Papieren mit hoher Farbdeckung und variablem Druck – und dies bei äusserst attraktiven Betriebskosten. Die neue Druckmaschine ist die erste von Kodak hergestellte Maschine, die mit Kodaks UltrastreamSchreibsystem arbeitet. Dieses System produziert mit hochpräziser Platzierung kleinerer, perfekt runder Tröpfchen, welche frei von Satellitentröpfchen sind, und verspricht gemäss Kodak die höchste Inkjet-Bildqualität, die heute am Markt verfügbar sei. Die Prosper Ultra 520 wurde darauf ausgelegt, die Produktivität zu maximieren, indem sie eine breite Palette von Bedruckstoffen mit vielseitigen, qualitativ sehr guten und kostengünstigen wasserbasierenden Tinten bedruckt. Kodak beschreibt die Prosper Ultra 520 als «ein bahnbrechendes Produkt, das Druckern geschäftliches Wachstum über eine grosse Bandbreite von Anwendungen hinweg ermöglicht». Dazu zählen Direktmailings, Werbedrucksachen, Kataloge, Bücher und mehr. Die neue Maschine werde ab Jahresende 2020 erhältlich sein.

Sapphire EVO W

Die Sapphire EVO W (erstmals Ende 2019 angekündigt) ist gemäss Aussagen von Kodak die erste Verpackungs-Digitaldruckmaschine, welche die Produktivität des Flexodrucks und die Qualität des Tiefdrucks erreicht. Sie verwendet die hochauflösende Ultrastream-Inkjet-Technologie und QD-Verpackungstinten, um der breiten Produktion flexibler Verpackungen die vielen Möglichkeiten des Digitaldrucks zu erschliessen. Mit der Eignung für Auflagen bis zu 20 000 m² – oder mehr mit variablem Inhalt – handelt es sich bei der Sapphire EVO W um eine gemäss Kodak «disruptive Lösung, die Markenunternehmen in die Lage versetzt, innovative Verpackungen zu realisieren, welche die Vorteile des Digitaldrucks effizient ausschöpfen». Die Sapphire EVO W Druckmaschine und ist ab sofort weltweit verfügbar.

Kontinuierliche Verbesserungen für Offsetdrucker

Obwohl mit Blick in die Zukunft des Druckens die Zeichen auf digital stehen, investiert Kodak weiter in die Entwicklung moderner Technologien für Offsetdrucker. Kodak nimmt gemäss eigenen Ausführungen mit Innovationen bei der Prozessfrei-Plattentechnologie weiterhin eine führende Stellung ein. Das Unternehmen stellt die nächste Plattengeneration vor, die einen stärkeren Bildkontrast, verbesserte Robustheit hinsichtlich der Handhabung und höhere Bebilderungsgeschwindigkeiten bietet. Die Verfügbarkeit der prozessfreien Sonora Xtra Platte ist für das Jahresende 2020 geplant. Prinergy On Demand ist eine neue globale Plattform, die eine Reihe von Angeboten umfasst, welche die Investition eines Kunden in den Prinergy Workflow modernisieren und optimieren. Ausgewählte Kunden profitieren bereits von der erhöhten Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz und Fernarbeits-Flexibilität von Prinergy On Demand, das von Kodak in der Cloud gehostet und verwaltet und als kostengünstiges Monatsabonnement angeboten wird. Hinter Prinergy On Demand steht Netzwerk-Infrastruktur von Microsoft Azure. Kunden können daher sicher sein, dass ihre Daten und ihr System immer geschützt sind. Prinergy On Demand ist jetzt verfügbar, wobei die Einführung neuer Optionen für das Jahresende 2020 geplant ist. Kodak bringt die Geschwindigkeit weiter auf Touren und stellt mit dem neuen Magnus Q800 Plattenbelichter in der T-Geschwindigkeitsversion das gemäss Eigenangaben schnellste 8-Seiten-CTP-System der Welt für prozessfreie Platten vor. Der Plattenbelichter soll damit in der Lage sein, bis zu 80 Platten pro Stunde zu bebildern, um die Produktivität von Offset-Produktionsabläufen zu maximieren. Höhere Bebilderungsgeschwindigkeiten benötigen eine Automatisierung, die damit Schritt halten kann. Deshalb stellt Kodak auch einen aktualisierten Multipalettenlader vor, der die Geschwindigkeit von 80 Platten/h unterstützt und eine Vorratskapazität von bis zu 3200 Platten bietet. Der Magnus Q800 mit TGeschwindigkeit ist für Betatests verfügbar und wird im September 2020 in Produktion gehen. Die Kapazität von 1500 Platten pro Palette für den Einzel- bzw. Multipalettenlader wird ab Juni 2020 ausgeliefert. Der im Jahr 2021 lieferbare neue Magnus Q4800 Plattenbelichter wird, so kündigt es Kodak an, «branchenführendende Geschwindigkeit und Produktivität für die extragrossformatige (XLF) Druckformherstellung bieten. Er wird den höchsten Durchsatz bei XLF-Platten für 96-Seiten-Rollenoffsetdruckmaschinen sowie marktführenden Durchsatz bei Platten mit 1650 mm Breite (mit parallelem Laden von zwei Platten) bieten. Ausserdem wird er die flexibelste Paletten-Automatisierung aufweisen und bis zu acht verschiedene Plattenformate und insgesamt bis zu 4800 Platten im Online-Ladezugriff haben können.» •

CH Media und Galledia stärken ihre Partnerschaft

 CH Media verkauft rückwirkend per 1.1.2020 sämtliche Aktien der Multicolor Print AG an das Ostschweizer Medienunternehmen Galledia. Am Produktionsstandort in Baar (ZG) wird festgehalten. Bereits heute arbeiten CH Media und Galledia im regionalen Zeitungsgeschäft zusammen. Nun stärken die Parteien diese Partnerschaft nochmals: CH Media verkauft Galledia rückwirkend per 1.1.2020 sämtliche Aktien der Multicolor Print AG, einem innovativen, in der Zentralschweiz domizilierten grafischen Unternehmen für Print- und Online-Kommunikation. Multicolor Print AG wird unverändert als eigenständige Aktiengesellschaft weitergeführt. Am Produktionsstandort in Baar wird festgehalten. Für Galledia bedeutet die Transaktion eine sinnvolle Ergänzung ihres bestehenden Portfolios. Die beiden grössten Bogendruckereien der Schweiz werden damit zu einer Allianz zusammengeführt und die Achse zwischen Zentral- und Ostschweiz wird geschlossen. Für die Kunden bedeutet dies geballte Kompetenz in Bogen- und Digitaldruck. Hinzu kommt, dass Galledia mit dem Zusammenschluss ihre digitale Kompetenz weiter ausbauen kann. Mit dem Kauf durch die Galledia Gruppe übernimmt die Gesch.ftsführung der Multicolor Print AG ab 1.7.2020 Daniel Schneider, Leitung Sparte Print und Mitglied der Geschäftsleitung bei Galledia. Er folgt damit auf Heinz Meyer, welcher während einer Übergangsphase die Geschäfte an Daniel Schneider übertragen wird, um im Anschluss bei CH Media eine neue Aufgabe zu übernehmen. «Der Verkauf der Multicolor Print AG folgt der Strategie von CH Media mit Fokussierung auf die beiden grossen Pfeiler Publishing und Entertainment. Dabei ist es uns gelungen, für die veräusserten Geschäfte mit Galledia einen starken Partner mit grosser Kompetenz in den Bereichen Print-, Digital- und Fachmedien zu finden», sagt Roland Kühne, Chief Operating Officer und Mitglied der Unternehmensleitung CH Media.

 

pvgi stärkt 2019 ihre finanziellen Polster weiter

Im Jahr 2019 konnten die pvgi wie auch die anderen schweizerischen Pensionskassen von der Börsenhausse stark profitieren. Alles in allem wurde eine Nettorendite von 9,20% erwirtschaftet. Der Stiftungsrat hat entschieden, dass auch die aktiv versicherten Personen davon profitieren sollen. Entsprechend wurde für das Altersguthaben, statt, wie vom Bundesrat vorgeschlagen, mit 1% zu verzinsen, der Zinssatz auf 2,5% festgelegt. Solche Massnahmen helfen immer wieder mit, dass die aktiv versicherten Personen eine Milderung der Senkung der Umwandlungssätze erreichen. Auch in Zukunft setzt der Stiftungsrat alles daran, den aktiv versicherten Personen höhere Zinsen oder die Senkung von Risikoprämien und Verwaltungskosten zukommen zu lassen. Die ständige Kontrolle aller Kostenfaktoren ist eine Daueraufgabe mit dem Ziel, so viel wie möglich von den eingezahlten Beiträgen dem Alterssparen zukommen zu lassen.Bei Pensionskassen ist der Deckungsgrad immer sehr wichtig. Per 31. Dezember 2019 beläuft sich dieser auf 112,92%. Ein guter Wert, wenn dazu beachtet wird, dass ein weiterer Faktor, nämlich der technische Zins, mit 1% festgesetzt ist. Die meisten Pensionskassen in der Schweiz rechnen nach wie vor mit einem technischen Zins von 2%. Wäre dies bei pvgi auch der Fall, würde der Deckungsgrad bei rund 120% liegen. Auch hier ist also die pvgi auf der sehr sicheren Seite.Nun, nachdem wir alle von der Corona-Krise betroffen sind, sieht auch die finanzielle Welt bei pvgi etwas anders aus. Stand Ende Mai 2020 hat sich der Deckungsgrad auf rund 107% reduziert. Der Grund liegt wiederum bei der Börse, die seit Anfang 2020 erhebliche Verluste verbucht. Sie sehen, dass auch bei einer der grössten, wenn nicht der grössten Finanzkrise seit Einführung der beruflichen Vorsorge BVG die pvgi nach wie vor sehr solide unterwegs ist und auch einen solchen gewaltigen Sturm verkraftet. Hoffen wir nun, dass das Gröbste vorbei ist und sich auch die Wirtschaft nach und nach erholt.

Heidelberg Schweiz leistet 24/7-Pikettdienst für Prepress

Die Heidelberg Schweiz AG hat ihren Pikettdienst für den Bereich Prepress auf 24 Stunden an allen sieben Wochentagen ausgebaut. Der erweiterte 24/7-Pikettdienst gilt für alle Belichter der Suprasetter-Baureihen sowie für die Entwicklungsmaschinen und Auswaschstationen, die die Heidelberg Schweiz AG als OEM-Produkt vertreibt. Bislang war der Pikettdienst ausserhalb der regulären Arbeitszeit auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt, die Wochenenden waren vom Dienst ausgenommen. Mit der Neuerung wird der Pikettdienst im Bereich Prepress jetzt jenem im Bogenoffset gleichgestellt. Im Leistungsumfang enthalten sind: telefonische Unterstützung und Remote-Service zwecks Analyse und Behebung von Fehlern; Störungsanalyse und Schadensaufnahme beim Kunden vor Ort durch einen Techniker, Reparatur und Entstörung; Beschaffen von Ersatzteilen. Viele Druckereien produzieren mehrschichtig und sind auf eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Produktionstechnik angewiesen. Das verbreitete Einmaschinenkonzept ist effizient und wirtschaftlich. Weil kein Back-up vorhanden ist, müssen Ausfallereignisse aber auf ein mögliches Minimum reduziert werden. Mit dem 24/7-Pikettdienst unterstützt die Heidelberg Schweiz AG ihre Kunden bei einem sicheren Produktionsbetrieb, indem die Anlagen bestmöglich verfügbar sind.

Rill & Stanz Atelier Bern investiert noch stärker in den Heissfolienprägedruck

Seit 1991 wird im Liebefeld bei Bern gerillt, perforiert. gestanzt und nummeriert. Hauptsächlich für Druckereien und Buchbindereien rund um Bern, aber auch für Betriebe aus dem Tessin, der Ostschweiz und anderen Orten. Doch damit nicht genug: Vom klassischen Weiterverarbeiter hat sich die Firma nach und nach immer mehr Richtung Veredelung weiterentwickelt. Der trendige Letterpress, bei dem mit Druckfarben und Cliché in weiche, hochwertige Papiere gedrückt, gepresst und gedruckt wird, wie auch haptische, erhobene und vertiefte Blindprägungen und Heissfolienveredelungen sind heute Tagesgeschäft. Nun wurde der Maschinenpark mit einem gebrauchten, revidierten Heissfolienpräge-Zylinder Typ «Steuer PZ 90» erweitert. Geliefert von der Firma Moosmann Graphische Maschinen. «Mit diesem Investitionsschritt können praktisch alle Kundenwünsche für Heissfolie bis zum Format 64 × 90 cm erfüllt werden», sagt Severin Scherler, der Geschäftsführer. Diese robuste Maschine ist auch für die kompliziertesten Aufträge ausgerüstet, denn sie verfügt über vier separate Heizzonen und vier verschiedene Folienvorzüge. Rill & Stanz Atelier Bern garantiert 100% Kundenschutz, da die Firma weder als Generalunternehmer noch für Direktkunden arbeitet.

Druckerei Ebikon arbeitet mit Supra­setter A75 und Arkana-System

Die Druckerei Ebikon AG belichtet und entwickelt ihre Druckplatten auf einem neuen System. Ein Suprasetter 75 von Heidelberg wurde nach zwölf Jahren und fast 243 000 belichteten Platten durch einen Suprasetter A75 DTL (Dual Top Loader) desselben Herstellers ersetzt. Der zwölfjährige Suprasetter 75 arbeitete bis zuletzt mit denselben Lasermodulen.Für die Plattenentwicklung hat sich die Druckerei Ebikon zugunsten eines Arkana-Systems entschieden. Das System benötigt vergleichsweise geringe Mengen an Entwicklerchemie, Produktionsleiter Marco Jurt spricht von gut zwei Dritteln, die er gegenüber dem früheren Entwicklungsverfahren einspart. Die Druckplatten werden über ein Gummi-Osmosewasser-Gemisch ausgewaschen, eine Spülung durch Wasser entfällt.Neben dem sparsamen Entwickler- und Wasserverbrauch gilt die Arkana als sehr wartungsfreundlich. Ein Wechsel des Entwicklerbads ist erst nach 15 000 Quadratmetern oder nach 180 Arbeitstagen erforderlich. Regenerat und Wasser werden dem System automatisch in einem festgelegten Verhältnis zugeführt, eine stabile Konzentration des Bades innerhalb enger Grenzen ist fortwährend gesichert.Die Druckerei Ebikon hat sich intensiv mit den verschiedenen Druckplattentechnologien auseinandergesetzt, die zurzeit auf dem Markt erhältlich sind. Das Arkana-System überzeugte neben den niedrigen Betriebskosten durch den einfach zu beherrschenden, sehr stabilen Prozess, die Entwicklung der Platten in einem geschlossenen System und die Möglichkeit, im Hinblick auf eine sichere Qualitätskontrolle die Druckplatten dank des hohen Kontrasts ausmessen zu können.