Die neue SigmaLine Compact: Finishing 4.0 trifft auf Nachhaltigkeit

Die SigmaLine-Familie wird erweitert: Am Eröffnungstag der im Convention Center in Las Vegas stattfindenden Printing United Expo kündigte Bruno Müller, CEO von Müller Martini, für das kommende Jahr die Lancierung der neuen SigmaLine Compact an. Sie ermöglicht es Digitaldruckern, auf engstem Raum mit weniger Personal und bei geringerer Makulaturrate mehr Endprodukte zu fertigen. Mit der SigmaLine Compact trifft Finishing 4.0 auf Nachhaltigkeit in der Herstellung von Büchern, Broschüren und Magazinen.Mit Einführung der neuen SigmaLine Compact als jüngste Innovation im Bereich der digitalen Druckweiterverarbeitung setzt Müller Martini einen weiteren Meilenstein bei der digitalen Buchblock-Fertigung. Die Erweiterung der SigmaLine-Familie überzeugt insbesondere durch minimalste Umrüstzeiten. So erfordert ein Wechsel der Falzschemen – beispielsweise von Vier- auf Sechs Nutzen – nur wenige Sekunden. Die einen Platzbedarf von nur 40 m2 Produktionsfläche benötigende SigmaLine Compact setzt damit nicht nur neue Massstäbe bezüglich einfacherer Bedienung und geringeren Unterhalts, sondern sie erhöht auch die Produktivität und verringert die Einricht- und Umrüstzeit markant. Dass bei einem Wechsel des Falzschemas keine 10 m Makulatur anfallen, ist angesichts der aktuell hohen Material- und Energiepreise ein gewichtiges Argument.Die für die Verarbeitung von digital gedruckten Rollen bis 22.5 Zoll entwickelte SigmaLine Compact ist die perfekte Lösung für jeden Digitaldrucker, der in seiner Smart Factory Vorprodukte für Softcover-, Hardcover-, fadengeheftete und sammelgeheftete Printprodukte fertigt. Indem sie alle Optionen der Druckweiterverarbeitung abdeckt, setzt sie neue Massstäbe bezüglich Flexibilität und hebt das Thema Finishing 4.0 im Zusammenspiel mit Connex auf ein neues Level. Denn das Workflow-System von Müller Martini sorgt für einen komplett automatisierten Produktionsfluss ohne händische Eingriffe von der Druckvorstufe bis zum Endprodukt. Will heissen: Digitaldrucker fertigen dank der SigmaLine Compact, deren Markteintritt Müller Martini für das kommende Jahr plant, pro Schicht mit weniger Personal mehr Bücher und Broschüren. Sie verschaffen sich damit einen wesentlichen wirtschaftlichen Vorteil.Highlight der SigmaLine Compact, welche die bewährte SigmaLine lll mit Bahnbreiten bis zu 42 Zoll ergänzt, ist der Falzprozess. Während alle bekannten digitalen Falzer mit einem Schwert-, Trichter- oder Pflugfalzaggregat arbeiten, kommt bei der SigmaLine Compact für die Verarbeitung der Signaturen die von Müller Martini patentierte Luftschwert-Technologie zum Einsatz. «Wir haben in den vergangenen Jahren die Luftfalz-Technologie kontinuierlich verbessert und setzen im Bereich der 22.5-Zoll-Linie dieselbe Technologie ein wie im Highspeed-Bereich», sagt Ingolf Fritzsche. Der Produktmanager Digital Solutions bei Müller Martini pflegt seit Jahren einen engen Kontakt mit Partnern in der Digitaldruckbranche und ist überzeugt, «dass im Digitalbereich tätige Unternehmen auf diese neue Lösung gewartet haben».

System Brunner EQUALIZER™

System Brunner EQUALIZER™ ist eine neue, webbasierte Softwarelösung zur Vereinfachung der Druckprozess-Kalibrierung. EQUALIZER™ übersetzt Korrekturen aus CIELab-Delta’s in Tonwertunterschiede für das jeweilige Drucksystem. Die Korrekturen werden intuitiv-visuell mit Schiebereglern oder mit genauen L*a*b*-Messdaten eingegeben. Mit dem EQUALIZER ist es erstmalig auch für Nicht-Colormanagement-Fachleute einfach und sicher möglich, die Prozesskalibration zu optimieren. System Brunner adressiert mit dem EQUALIZER auch die Bedürfnisse von Druckdienstleistern, die den farblichen «Look» von Wiederholaufträgen auf verschiedenen Drucksystemen oder nach Maschinenwechseln beibehalten möchten. Druckdaten, die mit Standard-ICC-Profilen erstellt wurden, können einfach für das tatsächlich bedruckte Substrat optimiert werden. Das ist besonders für den Verpackungsdruck wichtig. Zwei Messfelder genügen, um die gesamte Grauachse gesamthaft zu korrigieren. Mit maximal sechs Messfeldern kann eine präzise Korrektur durchgeführt werden. Hierfür stellt System Brunner kleine Mikro-Targets zur Verfügung, die auf fast jedem Druckjob Platz finden. Gegebenenfalls können die notwendigen Daten auch direkt aus dem Druckkontrollstreifen gelesen werden. Somit macht der EQUALIZER den Anschluss von Messgeräten und das Ausmessen spezieller Kalibrierungs-Charts überflüssig. Der EQUALIZER arbeitet durchgängig farbmetrisch und ist zudem optimiert für NNC (Near Neutral Calibration).System Brunner EQUALIZER ist als unabhängige Softwarelösung für jeden Druckdienstleister ein wertvolles Werkzeug, stellt aber auch die ideale Ergänzung zu den INSTRUMENT FLIGHT® Farbmanagement Lösungen in der Druckproduktion dar, sei es mit closed-loop Inline/online oder als Standalone-Anwendung. Mit EQUALIZER erreicht man zuverlässig und einfach den gewünschten Druckstandard nach farbmetrischen Kriterien. Mit INSTRUMENT FLIGHT® sichert man eine konstante Farbqualität in der Auflage. Damit zukünftig alle Anwenderinnen und Anwender von den Vorteilen dieser effizienten Kalibrationsstrategie profitieren können, hat System Brunner einen erheblichen Teil ihres Kalibrations- und Prozess-Know-hows in die Entwicklung des EQUALIZER eingebracht. Dazu gehören spezifisches Know-how, Mathematik und ein tiefes Verständnis der komplexen Zusammenhänge von Datenaufbereitung, der Vorstufe und des jeweiligen Druckprozesses. Zudem fliessen auch grundlegende Kenntnisse aus der INSTRUMENT FLIGHT® Technologie mit Graubalance in die Applikation ein.

Tania von der Goltz wird CFO der Heidelberger Druckmaschinen AG

Der Aufsichtsrat der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ernannte Tania von der Goltz mit Wirkung zum 1. Januar 2023 zur CFO. Sie tritt zum gleichen Zeitpunkt bei Heidelberg ein und wird Mitglied des Vorstands. Tania von der Goltz folgt damit Marcus A. Wassenberg, dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen kürzlich bekanntgegeben worden war. Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Ludwin Monz, übernimmt zum gleichen Zeitpunkt die Funktion des Arbeitsdirektors.Tania von der Goltz war zuletzt bei Fresenius Medical Care als Senior Vice President Global Financial Strategy für die globale Finanzstrategie ihres Unternehmens verantwortlich. Sie initiierte und leitete unter anderem internationale Wertsteigerungsprogramme und hatte als Leiterin des globalen Akquisitions- und Investmentkomitees prägenden Einfluss auf die M&A-Aktivitäten des DAX-Konzerns. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Martin Sonnenschein, sagt: «Wir freuen uns sehr, mit Tania von der Goltz eine langjährig erfahrene und überaus kompetente Finanzexpertin für Heidelberg gewonnen zu haben. Sie wird einen Unterschied bei der erfolgreichen Weiterentwicklung machen. Wir konnten die vakant gewordene CFO-Position damit zeitnah besetzen und einen geordneten Übergang sicherstellen.» Der Vorstandsvorsitzende, Ludwin Monz, kommentiert: «Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Tania von der Goltz. Gemeinsam werden wir die begonnene strategische Neuaufstellung, die finanzielle Stärkung und die kulturelle Transformation von Heidelberg vorantreiben.»

Eine neue Ära hat begonnen

Nach knapp 22 Jahren als Geschäftsführer der Appenzeller Druckerei und der Druckerei Appenzeller Volksfreund wurde Markus Rusch Ende September pensioniert. Die Leitung der beiden erfolgreichen Druck- und Medienbetriebe hat seit dem 1. Oktober Christof Chapuis inne. Als Geschäftsführer steht er neu der vierköpfigen Geschäftsleitung vor. Dank der soliden Aufstellung im Markt sind die Betriebe gut gerüstet für alle neuen Herausforderungen, welche der Druckindustrie und dem Medienumfeld bevorstehen werden. Über drei Standorte verteilt setzen sich tagtäglich knapp 80 Mitarbeiter*innen für die langjährige und treue Kundschaft ein. Unter dem genossenschaftlichen Dach stehen bei den Appenzeller Tranditionsbetrieben seit über 120 Jahren Nachhaltigkeit und Wohlergehen im Zentrum.

Eine Polar N 78 Plus für die Druckerei Steckborn

Die Druckerei Steckborn, Louis Keller AG zählt zu den alteingesessenen Unternehmen der Stadt Steckborn. Sie war bei ihrer Gründung 1890 die erste Druckerei in der Stadt und ist dort bis heute die einzige geblieben. Martin Keller leitet die Geschicke des Unternehmens in vierter Generation.Seit 1937 hat die Druckerei ihr Zuhause in einer Liegenschaft direkt am Ufer des Untersees. Die gesamte Produktionstechnik mit zwei Bogenoffsetmaschinen, Sammelhefttechnik, Zusammentrag- und Falzmaschinen ist im Erdgeschoss auf vergleichsweise kleinem Raum untergebracht. Seit wenigen Wochen wird hier auch auf einer neuen Schneidemaschine Polar N 78 Plus gearbeitet. Sie löst eine 22-jährige Maschine gleichen Fa­brikats ab. «Die Polar-Maschine hat uns stets gute Dienste geleistet», sagt Martin Keller. Es waren die Zuverlässigkeit der Technik und die professionellen Service-Leistungen der Heidelberg Schweiz AG, die ihn zur wiederholten Wahl eines Polar-Produkts geführt haben.Die Druckerei Steckborn produziert unter anderem im Auftrag der Stadt Steckborn und der umliegenden Gemeinden Akzidenzdrucksachen. «Unser Markt liegt im Dreieck zwischen Schaffhausen, Kreuzlingen und Frauenfeld, in einer sehr ländlich geprägten Region sind wir gut verankert», sagt Martin Keller. Die Kunden schätzen die gewissenhaft und zu fairen Konditionen ausgeführten Aufträge und verdanken es mit grosser Loyalität gegenüber der Druckerei.Ein zweites Standbein bildet der «Bote vom Untersee und Rhein». Die Zeitung wird komplett in Eigenleistung hergestellt, von der Redaktion über die Gestaltung und die Produktion bis zum Versand. Der «Bote vom Untersee und Rhein» erscheint jeweils am Dienstag und Freitag. Er wird zu hundert Prozent im Abonnement gelesen, findet seine Leserinnen und Leser über die Region hinaus bis in entlegene Winkel der Schweiz. Die Auflage bewege sich stabil bei 4500 Exemplaren, sagt Martin Keller, der die Zeitung herausgibt. Als «Bote vom Untersee» erschien die Zeitung erstmals im Jahr 1900. Mit der Übernahme des «Anzeigers am Rhein» im Jahr 2004 wechselte der Titel zu «Bote vom Untersee und Rhein». Alle Ausgaben, die vor der Umstellung auf das Desktop-Publishing in analoger Technik produziert worden sind, liegen inzwischen in digitalisierter Form bereit. Es war ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek des Kantons Thurgau (Frauenfeld), der Nationalbibliothek in Bern und der Druckerei Steckborn. «Wir waren mit der Digitalisierung unserer Zeitung die Ersten im Kanton, noch vor der «Thur­gauer Zeitung», sagt Martin Keller sichtlich stolz.

SharePrint AG ergänzt Stahlfolder KH 82 mit Stahlfolder KH 66

Die SharePrint AG in Zofingen hat ihre Weiterverarbeitung mit einem Stahlfolder KH 66 verstärkt. Die neue Kombifalzmaschine der Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) ergänzt einen Stahlfolder KH 82. Beide Falzmaschinen sind mit sechs Falztaschen und einer Schwertfalzeinheit ausgestattet. Die Falztaschen und die Falzwalzen werden jeweils motorisch auf das geforderte Mass eingestellt. Die Maschinen produzieren mit einer maximalen Geschwindigkeit von 230 Metern pro Minute, die maximale Taktzahl erreicht 30 000 pro Stunde.Der Kauf einer zweiten Falzmaschine sei das Ergebnis einer Abwägung zwischen einem Ausbau der Kapazitäten und einer Erweiterung auf eine zweite Schicht, sagt Fabian Diener, Geschäftsführer der SharePrint AG. Letztlich hat das Argument der Flexibilität, die mit zwei Falzmaschinen erzielt wird, überwogen. Während auf dem Stahlfolder KH 82 Signaturen gefalzt und als Pakete über eine Palamides-Auslage ausgegeben werden, steht der Stahlfolder KH 66 für die kleineren Falzarbeiten zur Verfügung. Zudem ist auf der neuen Falzmaschine die Si­gnaturenproduktion bei einem Standardbogenformat von 65 × 92 Zentimeter ebenso möglich. Die Palamides-Auslage ist mobil und kann der Falzmaschine einfach zugeschaltet werden.Im Mai 2021 haben die ZT Medien AG in Zofingen und die SWS Medien AG PriMedia in Sursee die Gründung eines gemeinsamen Druckzen­trums bekannt gegeben. Entstanden ist die SharePrint AG, an der beide Teilhaberfirmen mit jeweils 50 Prozent beteiligt sind. Innerhalb weniger Monate wurden die gesamten Auftragsprozesse digitalisiert, eine physische Lauftasche existiert nicht mehr. Die SharePrint AG startete am 1. Dezember 2021. Gedruckt wird auf zwei Bogenoffsetmaschinen von Heidelberg, einer Speedmaster XL 106 und einer Speedmaster SX 52. Beide Maschinen sind identisch mit jeweils fünf Druckwerken und einem Lackierwerk konfiguriert.

Cavelti beschleunigt Expansion des Geschäfts mit Konica Minolta

Die Druckproduktionstechnologie von Konica Minolta ist zu einer wichtigen Säule auf dem Weg von Cavelti zu einem Full-Service-Anbieter für integrierte Kommunikation geworden. Die umfassende Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung und die Software ermöglichen dem Unternehmen zudem, sein Digitaldruckvolumen weiter zu steigern. Sich schnell verändernde Märkte, die Flexibilität erfordern, um dem zunehmenden Druck bei Kleinauflagen gerecht zu werden, und schnellere Durchlaufzeiten gehören zu den entscheidenden Geschäftsfaktoren für das familiengeführte Unternehmen Cavelti. Das innovative Medienunternehmen hat in Konica Minoltas AccurioJet-KM-1e-UV-Inkjet-Bogendruckmaschine und den AccurioPress C14000, das Flaggschiff unter den Hochgeschwindigkeits-Toner-Druckmaschinen, als Teil einer Schwerpunktverlagerung hin zu digitalen Produktionskapazitäten an seinem Standort in Goss­au, St. Gallen, Schweiz, investiert. Live-Demonstrationen bei anderen Konica-Minolta-Kunden, die enorme Flexibilität bei den Bedruckstoffen sowie der einfache Weg zu Weiterverarbeitungslösungen und die Einführung neuer Anwendungen waren ebenfalls wichtige Faktoren, die eine Änderung der Geschäfts­strategie bei Cavelti auslösten, um die digitale Produktion noch schneller auszubauen. Ein entscheidender Vorteil war zudem das B2+-Bogenformat der Konica Minolta AccurioJet KM-1e, das zu der bereits vorhandenen Weiterverarbeitungsstruktur passte. Weitere Vorteile waren: keine Faltenbildung, keine Trocknungszeit und eine qualitativ hochwertige Inkjet-Produktion, insbesondere für klare Farben in Orange und weiteren Farben, die sich abheben sollten und auf der AccurioJet KM-1e mit dem normalen Vierfarbraum produziert werden konnten. Darüber hinaus sind keine speziellen Bedruckstoffe für Papiergewichte von 60 g/m² bis 600 g/m² erforderlich, wobei die Aufträge nacheinander mit allen unterschiedlichen Papieren gedruckt werden. Cavelti, das sich in den vergangenen 140 Jahren von einem Zeitungsverlag und einer traditionsreichen Buchdruckerei zu einem Full-Service-Anbieter für integrierte Kommunikation entwickelt hat, führte umfassende Markteinschätzungen durch, bevor es sich für Konica Minolta als bevorzugten Partner für den Digitaldruck entschied. Dabei verfolgte das Unternehmen das Ziel, Cavelti über den Druck hinaus in den Bereich der crossme­dialen Dienstleistungen zu führen. Der Verkauf und die Installation wurden über die Graphax AG, den exklusiven Dienstleistungspartner von Konica Minolta in der Schweiz, abgeschlossen.

Gautschen bei der HadererDruck AG sorgt für Aufsehen im Dorf

Am Eingang zum Drucksaal ertönt der laute Ruf: «Packt an, Gesellen!» Nach einer kurzen Jagd wird unser ausgelernter Drucktechnologe Elias Hunziker von mehreren Mitarbeitern gepackt.In einem kleinen Zug mit kostümiertem Gautschmeister (Willy Haderer, ehemaliger Quästor des viscom) und einem Tambour bewegt sich die Gruppe laut trommelnd und unter fröhlichem Plaudern und Lachen durchs Dorf. Wohl manche, die aus dem Fenster schauen oder vorbeifahren, fragen sich, was hier vorgeht. Als man sich beim mittleren Dorfbrunnen beim Feuerwehrgebäude um den Brunnen formiert, hat es auch immer eine kleine Schar Schaulustige.Nun hebt der Gautschmeister, respekterheischend in der alten Tracht Gutenbergs und auf der Bank stehend, zu einer ernsten Rede an. Von der wohledlen Schwarzen Kunst, die Sorgfalt und Können verlangt, spricht er und rät dem künftigen Jünger Gutenbergs zu einem tugendhaften Lebenswandel, der nötig sei für die Ausübung dieses Berufes. Auf den Vers «Lasst seinen Corpus posteriorum fallen auf diesen nassen Schwamm bis triefen beide Ballen» setzen die Packer ihren Gäutschling auf den nassen Schwamm und halten ihn weiterhin fest. «Der durst’gen Seele gebt ein Sturzbad obendrauf. Das sei dem Jünger Gutenbergs die allerbeste Tauf.» Bei diesem Kommando müssen die Packer aufpassen, dass sie nicht selbst nass werden, denn nun ergiesst sich ein grosser Kübel mit kaltem Wasser über den Täufling. Nun verliest der Gautschmeister den Gautschbrief und setzt so den nun reinen Gesellen in die Rechte und Pflichten «als Jünger der wohledlen Buchdruckerkunst» ein. Nun folgt der letzte Akt. Zur Bekräftigung des gesagten und zum Vollzug der Herstellung der absoluten Reinheit wird er in den Brunnen geworfen und total untergetaucht. Nach den Gratulationen und einem kleinen Umtrunk direkt beim Brunnen lädt Inhaber und Geschäftsleiter Christian Haderer in ein nahes Restaurant ein.

Alliance Days 2022 – Das Herbstevent mit Postpress-Kompetenz

Diesmal finden die Alliance Days 2022 unter Beteiligung der Unternehmen Bograma, H+H, Hohner, MBO und Wohlenberg am Firmensitz der Hohner Maschinenbau GmbH in Tuttlingen statt. Die ausstellenden Partner freuen sich schon heute, den interessierten Besucherinnen und Besuchern vom 8. bis 11. November 2022 im Postpress Center von Hohner die jüngsten Neuheiten rund um die Finishing- Bereiche Stanzen, Pharma, Drahtheften, Digitalverarbeitung, Falzen und Robotics sowie die Vernetzungsmöglichkeiten ihrer Maschinen und Komponenten zeigen zu dürfen.Gastgeber Hohner rückt an den Alliance Days 2022 die HHS Futura gleich zweimal in den Fokus. Zwei Jahre nach der Markteinführung dieses frei konfigurier- und erweiterbaren Maschinenkonzeptes mit fünf Beschickungsvarianten, das dem Trend kleinerer Auflagen und immer vielfältigerer, individuellerer Produkte Folge leistet, folgt nun eine Kompaktversion für die Digitalverarbeitung. Bei dieser neuen Konfiguration ersetzt der KDAL (Kompakt-Digital-Anleger) den herkömmlichen Flachstapelanleger. Neben der kompakten Bauweise bietet dies den Vorteil, dass die Druckbögen fortlaufend ohne Stillstand nach- und eingelegt werden können.Die zweite Maschine zeigt die HHS Futura in voller Ausbaustufe mit klassischem Sammelhefter, Kreuzbruch, Turmlösung, Falzhefter und Digitalverarbeitung von der Rolle. Hierzu kommt die Kombifalzmaschine K70 von MBO zum Einsatz. Zum anderen verarbeitet die HHS Futura Rollenware aus Digitaldruckmaschinen. Hierfür werden ein Abwickler UW23, ein Querschneider SVC525C und ein digitales Falzwerk DFT560/4 von MBO verwendet. Alle MBO-Aggregate stehen direkt inline mit der HHS-Futura.Natürlich darf auch der MBO Abstapelroboter CoBo-Stack nicht fehlen. Dieser ist bereits seit mehreren Jahren in der Branche fest etabliert, wird aber stetig weiterentwickelt. Besucher der Alliance Days dürfen sich auf überraschend neue Funktionen freuen. Darüber hinaus zeigt MBO eine T50 – eine Taschenfalzmaschine für das Bogenformat 50 × 70 cm.H+H, die etablierte, starke Marke im Segment Pharmafalz, gehört wie MBO zur Komori Group. H+H zeigt während der Alliance Days eine M9 Falzmaschine, die sich zur Herstellung von Packungsbeilagen für unterschiedlichste Industrien, wie zum Beispiel die Pharma-, Kosmetik-, Nahrungsmittel- oder Agrarindustrie, eignet.Bograma präsentiert an den Alliance Days 2022 ihre im Markt bewährte rotative Stanzmaschine BSR 550 Servo, in Kombination mit der neu entwickelten Stapelauslage STA 550 BK. Gestanzt werden runde Produkte im Mehrfachnutzen, die inline gestapelt und ausgelegt werden.Die neue Stapelauslage STA 550 BK eignet sich für das abgezählte Stapeln von kleinformatigen Etiketten, Visitenkarten und Karten aller Art, ob rechteckig, quadratisch, rund oder konturgestanzt. Mit der Auslage können bis zu neun Nutzen verarbeitet werden, als einzelne Produkte oder im Schuppenstrom. Der Formatbereich reicht von 50 × 60 mm bis 230 × 230 mm, die maximale Stapelhöhe liegt bei 150 mm.Die Ausschiebehöhe des Stapeltisches kann an die Stapelhöhe angepasst werden. Dies spart Wege und somit Zeit. Für den Stapeltisch sind zudem als Option verschiedene Stapelschächte erhältlich, welche ausserhalb der Maschine auf das Format eingestellt werden können. Für einen Jobwechsel muss danach lediglich der Block mit den Stapelschächten ausgetauscht werden.Die STA 550 BK verfügt über eine Schnittstelle für den Anschluss an eine Banderolier- oder Verpackungsmaschine. Auch eine Roboterlösung ist möglich oder die einfache Entnahme von Hand.Wohlenberg wird mit einem Infostand präsent sein. Fragen, Projekte und Lösungen können so direkt persönlich und kompetent beantwortet werden.Seien Sie dabei, wenn die Postpress Alliance im Herbst in Tuttlingen ihre Türen zum Open House öffnet. Aktuelle Informationen entnehmen Interessierte bitte der Website www.postpressalliance.com. Dort können sich Besucher in Kürze auch für das Event registrieren.

SWISS PRINT AWARD 2022

Am 8. September 2022 wurden die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Swiss Print Award gewürdigt. Der Award wird bereits seit zehn Jahren verliehen. Wiederum wurden zahlreiche Arbeiten eingereicht, davon 22 nominiert, 9 mit dem Swiss Print Award ausgezeichnet. Erneut überzeugten die eingereichten Arbeiten durch ein hohes Niveau. Print lebt und belebt den Medienmix!Die aus zahlreich eingereichten Objekten resultierenden 9 Swiss-Print-Award-Preisträger der Kategorien Books, Printed Matters, Publications und dem Peter-Grob-Sonderpreis bestechen durch gelungene Zusammenspiel zwischen Idee, Umsetzung (Technik) und künstlerisch-kreativer Anmutung: Kategorie BooksGold: «Où allons nous», Druckerei Odermatt AGSilber: «Elisabeth Kübler, Leben einer Unangepassten», Engel­berger Druck AGBronze: «Feuerwehr Viktoria», Druckerei Läderach AGKategorie Printed MattersGold: keine AuszeichnungSilber: «Selezione Grazie», DT Druck-Team AGBronze: «125 Jahre Trüb für Grün AG», Druckerei Odermatt AGKategorie PublicationsGold: «Ringsum Vegi-Genuss pur», Druckcenter am Rigi AGSilber: «Junge Grafik», Engelberger Druck AGBronze: «Geschäftsbericht 2020», Engelberger Druck AGPeter-Grob-Preis: «Color Through Soul», Atelier für Siebdruck, Lorenz Bögli. Die Vorstellung der Arbeiten erfolgt in der nächsten Ausgabe.