Canon Prostream 1800

Canon hat seine Inkjet-Rollensystem-Plattform nach oben hin ausgebaut: Die neue Canon Prostream 1800 erreicht eine Geschwindigkeit von maximal 133 m/Min. Das Vorgängermodell Canon Prostream 1000 kam auf 80 m/Min. Die Bahnbreite ist mit 556 mm gleich geblieben.Technisch setzt Canon auf Piezo-Drop-on-Demand-Druckköpfe mit einer Auflösung von 1200 dpi, zusammen mit den Polymer-Pigmenttinten, die für eine gleichbleibend hohe Druckqualität sorgen sollen. Ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung der Canon Prostream 1800 war die Substratvielfalt, an Grammaturen können zwischen 40 und 300 g/m² verarbeitet werden. Standardmässig ist eine Inline-Qualitätskontrolle, mit einem Hochleistungskamerasystem. Ein wichtiges Element ist das Air-Floatation-Trocknungssystem, welches für eine gleichmässige Trocknung der Tinten sorgen soll. Dabei regeln Sensoren den Trocknungsprozess. Die Canon Prostream 1800 zielt gemäss Canon, neben typischen Inkjet-Rollenaufträgen wie hochwertiger Rechnungs- oder Mailingdruck, auf Marktfelder, die bislang vielfach im Offset produziert wurden: Bücher, Kataloge und Zeitschriften. Das Vorgängermodell, die 80 m/Min. schnelle Canon Prostream 1000, soll gemäss Canon weiterhin erhältlich sein und sich bei Bedarf auf die Canon Prostream 1800 aufrüsten lassen können.

Druckerei Kyburz AG bevorzugt erneut Polar

Die Druckerei Kyburz AG (Dielsdorf) arbeitet auf einem neuen Cutting-System 200 von Polar-Mohr. Die Hochleistungsschneideanlage ersetzt ein 20-jähriges System desselben Herstellers. Solider Maschinenbau, hohe Schnittpräzision und eine ausserordentlich hohe Benutzerfreundlichkeit sind gemäss dem Geschäftsführer Patrick Kyburz die massgebenden Gründe, warum wiederum zugunsten bewährter Polar-Schneidetechnik entschieden wurde. Auf der Anlage wird mehrheitlich im Zweischichtbetrieb gearbeitet.Das Herz des neuen Cutting-Systems 200 bildet ein Schnellschneider Polar N 137 AT, bedient an einem grosszügigen 21,5-Zoll-Touchscreen. Die Buchstaben AT stehen für Autotrim, was heisst, dass Papierabfälle nach jedem Zwischen- und Randbeschnitt über den automatisch geöffneten Vordertisch aus dem Arbeitsbereich entfernt werden. Für das Beladen und Entladen der Papierlagen entlasten periphere Polar-Komponenten den Bediener bei der Arbeit. Vom Rütteltisch werden die Papierlagen direkt auf den Tisch der Schneidemaschine verschoben. Ein Transomat E übernimmt die fertig geschnittenen Nutzen und legt sie lagenweise auf Paletten ab. Dank einer beweglichen Klappe am Vorderteil des Transomat-Lifts wird jede einzelne Lage kantengenau abgelegt. Die so erzielten absolut sauberen Stapel begünstigen einen sicheren und verzögerungsfreien Prozess in der weiteren Verarbeitung.Die Druckerei Kyburz AG ist auf die Herstellung komplexer Druckerzeugnisse mit hohem Personalisierungsgrad für das Direktmarketing spezialisiert. Die Leistungen sind vielfach einzigartig und von Kunden über die Grenzen der Schweiz hinaus anerkannt. Rund 30% des Umsatzes erwirtschaftet die Druckerei Kyburz AG im Markt der Europäischen Union.

Erste Komori Impremia IS29 Bogendigitaldruckmaschine für das B2-Format in der Schweiz

Niedermann Druck in St. Gallen, die Druckerei mit dem Spürsinn für kreative Lösungen, arbeitet seit Juli 2020 mit der neusten Entwicklung aus dem Hause Komori. Das Digitaldrucksystem Impremia IS29 sucht in puncto Qualität, Produktevielfalt und Geschwindigkeit seinesgleichen. Erwähnenswert ist neben dem B2-Bogenformat vor allem auch die Bedruckstoffvielfalt. Materialien bis zu 0,6 mm Stärke können verarbeitet werden, was einen Anwendungsbereich bis in den Verpackungsdruck gestattet. Aufgrund der speziell entwickelten UV-Tinte kann die Impremia IS29 Materialien ohne Vorbehandlung verarbeiten und kann das Produktsegment sogar um Folien erweitert werden. Bei der Entwicklung der Bogendigitaldruckmaschine Impremia IS29 achtete Komori auf die gleiche Bauweise und Registerhaltigkeit wie bei all ihren Bogenoffset-maschinen.Bei Gallus Niedermann und seinem Team erfährt der Begriff Kreativität mit der neuen Komori IS29 eine Auslegung weit über die Druckkunst hinaus.

Koprint AG ist hundertster Anwender des Heidelberg Assistant

Der schweizweit hundertste Heidelberg Assistant wurde für die Koprint AG in Alpnach Dorf lizenziert. Die entsprechenden Berechtigungen vorausgesetzt, können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter online auf alle administrativen und technischen Informationen rund um die Produktionstechnik von Heidelberg zugreifen.Der Heidelberg Assistant ist das Frontend eines digitalen Netzwerks. Er ermöglicht es der Koprint AG, auf eine einfache und direkte Art mit dem Kundenservice bei der Heidelberg Schweiz AG zu kommunizieren. Zugleich ist der Heidelberg Assistant das Portal zum Heidelberg E-Shop. Hier bestellt die Koprint AG während 24 Stunden an sieben Tagen ihr Verbrauchsmaterial aus dem Saphira-Programm. Joska Malijanski, bei der Koprint AG Leiter der Druckereiabteilung, schätzt am Heidelberg Assistant vor allem die Möglichkeit, Anfragen an die Heidelberg Schweiz AG mit Bild und Video zu dokumentieren. Er kann sich darauf verlassen, innerhalb weniger Minuten eine kompetente Antwort zu erhalten.Die Koprint AG produziert auf einer Speedmaster XL 75 von Heidelberg, permanent im Dreischichtbetrieb. Rund 275 Millionen Druckbogen hat die Bogenoffsetmaschine durchlaufen, seit sie im Oktober 2010 in Betrieb gegangen ist. Der Heidelberg Assistant liefert in Echtzeit Informationen darüber, wie produktiv die Maschine arbeitet, und gibt Hinweise, wie sich die Leistung verbessern lässt.Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) führte den Heidelberg Assistant im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie auf der drupa 2016 ein. Neben Deutschland, Kanada und den USA gehörte die Schweiz zu den Pilotmärkten. Bezogen auf die Grösse des Marktes nimmt die Schweiz heute einen Spitzenplatz ein. In absoluten Zahlen betrachtet, liegt sie mit aktuell über 100 registrierten Druckereien hinter Deutschland, Japan und den USA auf dem vierten Rang.

Erstes Open House der Postpress Alliance

Vom 24. bis 27. November 2020 findet in Tuttlingen das erste Open House der «Postpress Alliance» statt. Mitglieder der Gruppe sind MBO, Hohner, Baumann Perfecta, Bograma, Wohlenberg und Herzog + Heymann. Weitere Informationen folgen.

Koenig & Bauer veröffentlicht Halbjahresbericht 2020

Neben der generellen Investitionszurückhaltung vieler Kunden in der Corona-Krise haben Reisehemmnisse, Lockdowns und weitere Einschränkungen die Geschäftszahlen im Koenig & Bauer-Konzern im ersten Halbjahr 2020 deutlich beeinträchtigt. Besonders waren die Auslieferungen der Maschinen zu den internationalen Kunden und die weltweiten Einsätze der Monteure sowie Servicetechniker von den Restriktionen durch die Covid-19-Pandemie betroffen. Mit 480,2 Mio. Euro lagen die Bestellungen um 16,2% unter dem Vorjahreswert, entwickelten sich aber besser als der vom VDMA veröffentlichte Branchentrend für Druckereimaschinen. Der Umsatz unterschritt mit 404,5 Mio. Euro den Vorjahreswert um 20,1%. Auf der Kostenseite wurde mit der seit dem 1. April 2020 eingesetzten Kurzarbeit und weiteren Massnahmen massiv gegengesteuert. Das EBIT konnte von –34,9 Mio. Euro im Q1 deutlich auf –6,0 Mio. Euro im Q2 verbessert werden. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein EBIT von –40,9 Mio. Euro nach 0,6 Mio. Euro im Vorjahr. Mit –44,2 Mio. Euro entspricht das Konzernergebnis zum 30. Juni einem anteiligen Ergebnis je Aktie von –2,68 Euro.Trotz deutlich zurückgeführter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gestiegener Kundenanzahlungen haben der Halbjahresverlust und höhere Vorräte den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit von –68,6 Mio. Euro (2019: –96,5 Mio. Euro) massgeblich beeinflusst. Die Eigenkapitalquote betrug zum Halbjahresende 32,2%.

Hauptversammlung der Heidelberger Druckmaschinen AG zum Geschäftsjahr 2019/2020 stimmt allen Tagungsordnungspunkten zu

Die Aktionäre des Unternehmens hatten auf der Hauptversammlung über fünf der sechs Tagesordnungspunkte abzustimmen, unter anderem über die Wahl von zwei der sechs Vertreter der Anteilseignerseite im Aufsichtsrat. Hierfür kandidierten Dr. Martin Sonnenschein und Ina Schlie. Bei der Beschlussfassung über die Bestellung von Mitgliedern des Aufsichtsrats zeigte sich die grosse Mehrheit der Stimmberechtigten mit den von der Verwaltung vorgeschlagenen Kandidaten einverstanden. Auf der nach der Hauptversammlung stattgefundenen Sitzung des Aufsichtsrates wurde Dr. Martin Sonnenschein bis 2025 als Aufsichtsratsvorsitzender von Heidelberg bestätigt. «Der Aufsatzpunkt für die digitale Transformation von Heidelberg ist gut», sagte Martin Sonnenschein nach der Wahl. «Als Vertreter der Anteilseigner und Vorsitzender des Gremiums werde ich Impulse setzen, Entscheidungen vorantreiben und die konsequente Umsetzung einfordern. Dann können wir Heidelberg mit der Marke des Weltmarktführers und einem gesunden Kerngeschäft gemeinsam erfolgreich weiterentwickeln.»

Heidelberg startet mit Zaikio neue, offene und unabhängige Plattform für die Druckindustrie

Druckereien stehen vor der Herausforderung, immer kleinere und vielfältigere Auflagen wirtschaftlich zu bewältigen. Zudem gilt es, immer komplexer werdende Beziehungen zwischen Druckereien, ihren Kunden und unterschiedlichen Geschäftspartnern effizient zu managen. Die Lösung liegt daher in vollautomatisierten und integrierten Prozessen auch über Unternehmensgrenzen hinweg, welche die Abläufe und Transaktionen zwischen Druckern, Softwareanbietern, Maschinenherstellern und Zulieferern drastisch vereinfachen. Rund ein Jahr nach der Übernahme des Cloud-Software-Unternehmens Crispy Mountain durch die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) präsentiert das Unternehmen mit Zaikio dafür die neue, offene, unabhängige und cloudbasierte Kollaborationsplattform für die Druckindustrie. Zaikio führt alle Branchenteilnehmer auf einer Plattform über drei wesentliche Bausteine zusammen: Der kostenfreie Zaikio Account ermöglicht es jedem Nutzer, sich mit einem einzigen Log-in in sämtliche angeschlossenen Software-Systeme einzuloggen. Der Zaikio Hub dient der Administration der persönlichen und organisatorischen Accounts und sorgt für die Anbindung von Services und Software der unterschiedlichen Anbieter, unabhängig davon, ob es sich um Bestandssoftware oder Apps handelt, die speziell für Zaikio entwickelt wurden. Mission Control schliesslich bildet die digitale Schaltzentrale der Druckerei. Hier laufen alle Daten standardisiert ein und können von anderen Apps ausgelesen, bearbeitet und wieder zurückgespielt werden. Dies ermöglicht einen einfachen und einheitlichen Datenaustausch zwischen Software, Hardware und den beteiligten Partnern und schafft die Basis für durchgehend automatisierte Prozessketten. «Zaikio hat das Potenzial, die Gesamtabläufe sowie die Zusammenarbeit in der Druckbranche drastisch zu vereinfachen und ihren Anwendern auch künftig ein profitables Auskommen zu ermöglichen», so Heidelberg-Vorstandsvorsitzender Rainer Hundsdörfer. Und weiter: «Heidelberg versteht sich als Gründungspartner und Impulsgeber von Zaikio und ist offen für weitere strategische Partnerschaften und Investoren, um mit ihnen zusammen die Chancen zu nutzen, welche die Digitalisierung einer ganzen Branche bietet.»

FESPA GLOBAL PRINT EXPO 2020 WIRD AUF MÄRZ 2021 IN AMSTERDAM VERSCHOBEN

Angesichts der anhaltenden Risiken für die öffentliche Gesundheit und der Geschäftsunterbrechungen aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie wird die FESPA Global Print Expo nicht mehr wie geplant im Oktober 2020 in Madrid stattfinden. Stattdessen sollen die nächste FESPA Flaggschiff-Messe, FESPA Global Print Expo, sowie die Parallelveranstaltungen European Sign Expo und Sportswear Pro nunmehr vom 9. bis 12. März 2021 im RAI Exhibition Centre in Amsterdam, Niederlande, stattfinden. Neil Felton, CEO der FESPA, erklärt: «Im März 2020 haben wir beschlossen, die FESPA Global Print Expo angesichts der fortschreitenden Pandemie und ihrer Auswirkungen für unsere Aussteller und Besucher um sechs Monate zu verschieben. Seither hat sich die Coronavirus-Pandemie dynamisch und nicht vorhersehbar entwickelt. Obwohl die Lockdown-Massnahmen in vielen Regionen jetzt allmählich gelockert werden, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher sein, ob wir in der Lage wären, die Erwartungen der Aussteller und Besucher einer FESPA-Veranstaltung im Oktober dieses Jahres zu erfüllen.» Felton erklärt weiter: «Aus unserer Sicht bietet Anfang März 2021 die bestmögliche Alternative. So haben unsere Aussteller und Besucher genug Zeit, um sich von der Pandemie zu erholen. Und wir haben genug Zeit für die organisatorische Vorbereitung auf den neuen Veranstaltungsort. Die Rückmeldungen aus dem Markt deuten darauf hin, dass unsere Community eine FESPA Global Print Expo im März 2021 nach den grossen wirtschaftlichen Herausforderungen in diesem Jahr als wichtige Plattform für die wirtschaftliche Erholung am Anfang nächsten Jahres begrüs­sen würde.» Nach den erfolgreichen Veranstaltungen in den Jahren 2006, 2009 und 2016 ist Amsterdam nicht nur beliebt, sondern hat sich auch als FESPA-Veranstaltungsort bewährt. Amsterdam ist für viele Besucher verkehrstechnisch günstig gelegen und per Auto und Bahn aus vielen Regionen in Nord- und Mitteleuropa gut zu erreichen. Diese für März 2021 neu geplante FESPA Global Print Expo wird die ursprünglich für 2021 vorgesehene Veranstaltung in München ersetzen. 2022 soll die FESPA wieder in München stattfinden.