CHROMOS Group AG und Canon bilden eine Vertriebspartnerschaft

Um den Marktbedürfnissen und Kundenanforderungen gerecht zu werden, haben sich CHROMOS Group AG und Canon Schweiz AG zu einer Partnerschaft zusammengeschlossen. Seit dem 1. Januar 2021 bauen die beiden Unternehmen nun gemeinsam den Markt im Digitaldruck mit einem Schwerpunkt in der Deutschschweiz aus und bedienen so grafische Druckunternehmen mit dem Canon-imagePRESS-Portfolio. CHROMOS Group AG schliesst damit die Lücke ihres Digitaldruckportfolios und bietet den Marktteilnehmern neben HP Indigo und Offsetmaschinen jetzt auch tonerbasierende Hochleistungsdrucksysteme als bestmögliche Produktlösung. Sven Bänziger, Verkaufsleiter Digital Printing Commercial bei CRHOMOS, assoziiert mit der Zusammenarbeit einen nachhaltigen Schritt für die Zukunft. «Das neue Produktportfolio hilft, die Kunden noch besser in ihren Anforderungen zu unterstützen und damit ihre strategischen Geschäftspotenziale voll auszuschöpfen.» Als ausschlag­gebenden Vorteil dieser Zusammenarbeit sieht Patrick Werder, Partner Business Manager bei Canon, vor allem echten Mehrwert für Druckereien, die sich zeitgemäss und wirtschaftlich gut aufstellen wollen: «Die hohe Fachkompetenz von CHROMOS bietet speziell Druckereien mit Kerngeschäft im Offsetdruck die Chance, professionell begleitet und beraten zu werden für eine mögliche Angebotsergänzung mittels Canons führender Digitaldrucktechnologie. Die modernen Systeme begegnen aktuellen und zukünftigen Kundenbedürfnissen mit produktiver Profitabilität.» Die bereits bewährten Serviceleistungen werden nach wie vor über Canon abgewickelt, während sich CHROMOS Group AG hauptsächlich auf den Vertrieb des Digitaldruckportfolios konzentriert.

CHROMOS Group AG integriert das operative Geschäft der reico GmbH

Zum 1. April 2021 wird die Geschäftstätigkeit der reico GmbH in Eimeldingen (D) eingestellt und in die Printing Division der CHROMOS Group AG in Dielsdorf integriert.Mit der Übernahme aller Tätigkeiten der seit Ende 2007 zur CHROMOS Gruppe gehörenden reico GmbH wird das gesamte Drucksaal-Produktportfolio sowie das technische Know-how neu am Standort Dielsdorf konzentriert. Laut Patrick Martin, Verkaufsleiter Offsetmaterial, wird mit diesem Schritt dem dynamischen Marktumfeld und den weiterhin anspruchsvollen Anforderungen an eine nachhaltige Sortimentspolitik und eine hohe kommerzielle Flexibilität Rechnung getragen. Mit führenden Marken wie Trelleborg, Weilburger, Fujifilm, Huber GmbH und vielen mehr ist die Printing Division der CHROMOS Group AG ein Vollsortimenter im Drucksaal und bietet unter anderem Drucktücher, Lackplatten, Lacke, Waschmittel, Reiniger, Waschvlies, Unterlagenmaterial, Druckhilfsmittel, Druckzubehör und Feuchtwasserzusätze aus einer Hand an. System- und Materiallösungen in den Bereichen Vorstufe, konventioneller Offsetdruck und Digitaldruck sind weitere Kernbereiche der Printing Division.

Bogenoffsettechnik der Superlative für die Ostschweiz Druck AG

Anfang Mai wird die Ostschweiz Druck AG eine Speedmaster XL 106-8-P+LX4 der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) in Betrieb nehmen. Es ist die erste Bogenoffsetmaschine dieser Grössenordnung aus der 2020-Generation für die Schweiz. Das Peak-Performance-Drucksystem ist im Hinblick auf höchste Nettoproduktivität, wie Bogenoffsettechnik sie heute ermöglicht, mit allen zurzeit verfügbaren technologischen Merkmalen ausgestattet. Die Heidelberg User Experience (UX) stellt auch scheinbar komplexe Arbeitsabläufe klar verständlich und einleuchtend dar und ermöglicht einen Benutzerkomfort, wie ihn bis anhin kein anderes Drucksystem bietet. Zahlreiche intelligente Assistenzsysteme, die navigierte Druckproduktion und ein autonomer Produktionsbetrieb im Push-to-Stop-Modus machen die Maschine weitgehend unabhängig vom jeweiligen Bediener. Die Prozesse laufen so weit wie möglich automatisch gesteuert ab. Das Heidelberg Operating System weist den Bediener immer zum richtigen Zeitpunkt auf Aufgaben hin, die er manuell ausführen muss. Die Schnittstellen zwischen Mensch und Drucksystem bilden der Wallscreen einerseits und ein neuer 24-Zoll-Multi-Touch-Screen am Leitstand Prinect Press Center XL 3 andererseits. Dabei wechseln die Masken am Multi-Touch-Screen immer auf das Menü, das jene Informationen und Bedienelemente enthält, die für den Bediener jeweils relevant sind. Dank dieser konsequenten Benutzerführung werden auf der Speedmaster-Bogenoffsetmaschine die nicht produktiven Phasen während der Auftragswechsel zugunsten höchstmöglicher Nettoleistungen auf ein Minimum reduziert.Um das enorme Produktivitätspotenzial der neuen Speedmaster XL 106 maximal zu nutzen, richtet die Ostschweiz Druck AG alle Produktionsabläufe auf die Maschine aus. Den digitalen Workflow steuert das Unternehmen in Zukunft über die Prinect-Technologie, sämtliche Produk­tionsstufen werden in den Prinect Production Manager integriert. Das betrifft die Plattenbelichtung auf einem Suprasetter 106 und die neue Druckmaschine ebenso wie Stahlfolder-Falztechnik und eine Polar-Pace-Schneideanlage in der Weiterverarbeitung. Systematisch erbrachte Serviceleistungen hat die Ostschweiz Druck AG mit der Heidelberg Schweiz AG über den Zeitraum von sechs Jahren hinweg vertraglich vereinbart.Das neue Achtfarbenwendesystem ersetzt zwei Maschinen aus dem Jahr 2015, eine Speedmaster XL 106-6+L und eine Speedmaster XL 106-4-P+L. In den fast sechs Jahren wurden auf den Maschinen gesamthaft über 400 Millionen Gutbogen produziert. Jetzt wechselt die Ostschweiz Druck AG auf ein Einmaschinenkonzept. Der Inhaber, Rino Frei, will mit der neuen Achtfarbenmaschine gegenüber der Vorgängertechnik die Nettoleistung um 25 Prozent steigern. Zudem wird das Schichtmodell von bisher 5 mal 24 auf 6 mal 24 Stunden erhöht.Die Ostschweiz Druck AG zählt nachweislich zu den leistungsfähigsten und wettbewerbsfähigsten Druckereibetrieben. Im Prinect Performance Benchmarking, der exakten Onlineleistungsanalyse von Heidelberg, belegt das Unternehmen europaweit einen Spitzenplatz. Diese Stellung will Rino Frei gemeinsam mit seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen halten. Dabei zählt er auf ein junges Team, das sich für hochmoderne Technologie begeistern lässt, und auf das Unternehmen Heidelberg, das sich immer als Partner ausgewiesen hat, auf den sich die Ostschweiz Druck AG verlassen kann.

Xeikon White Paper

Das Migrationsverhalten von digitalen Farbsystemen spielt bei der Auswahl einer Digitaldruckmaschine eine entscheidende Rolle und bestimmt massgeblich, welche Anwendungssegmente das Drucksystem abdecken kann – und auf welche Segmente es bei Bedarf erweitert werden könnte. Diese umfassenden Aspekte migrationsoptimierter Lösungen werden im neuen White Paper von Xeikon betrachtet. Das White Paper beantwortet zunächst die Frage, warum es nicht das eine Farbsystem geben kann, das allen Anwendungen im digitalen Verpackungsdruck gerecht wird. Es zeigt die äusserst komplexen Anforderungen an Farbsysteme auf, die sich in ihrem Migrationsverhalten unterscheiden und deren Lebensmittelsicherheit ein ganz wesentliches Kriterium für die Auswahl eines Maschinensystems ist. Zudem müssen die eingesetzten Farbsysteme die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Mit einem kurzen Überblick über die wichtigsten Regelwerke von Gesetzgebung, Verbänden und Markenartiklern informiert das White Paper in leicht verständlicher Weise über die heute gültigen Grenzwerte der Migration. Vor diesem Hintergrund zeigt es auf, wie gross der Einfluss der chemischen Zusammensetzung der digitalen Farbsysteme auf das Migrationsverhalten ist. Indem es auf den unterschiedlichen Aufbau von Trocken- und Flüssigtoner sowie UV-Inkjet-Farben eingeht, stellt es die Vorteile des jeweiligen Farbsystems für die unterschiedlichen Anwendungen heraus. Aber nicht nur Farbbestandteile mit ihren verschiedenen Molekülgrössen haben einen Einfluss auf das Migrationsverhalten der digitalen Farbsysteme. Der Stoffübergang von Druckfarben auf Lebensmittel hängt von weiteren Faktoren wie Lagerzeit, Lagertemperatur, Barriere-Eigenschaften des Verpackungsmaterials und letztendlich ganz entscheidend vom Verpackungsgut selbst ab. Auch hierzu liefert das White Paper anschauliche Erklärungen. Infos unter https://go.xeikon.com/wp-lowmigration_de

Eristra-Druck AG entscheidet sich für Polar-Schneidetechnik

Marcel Hess hat im Jahr 2006 in Wetzikon eine Druckerei gekauft. Sein Startkapital war eine Einfarbenmaschine der Baureihe GTO, Marke Heidelberg. Der Einmannbetrieb entwickelte sich gut. Vier Jahre später konnte Marcel Hess seinen Maschinenpark durch eine Vierfarbenmaschine Speedmaster SM 52-4, wiederum ein Drucksystem aus dem Hause Heidelberg, ausbauen. Seit letztem August ist die Eristra-Druck AG um ein neues Arbeitswerkzeug reicher. Eine in die Jahre gekommene Schneidemaschine hat Marcel Hess durch eine moderne Polar N 78 Plus ersetzt. Er habe zuerst eine Occasionsmaschine von Polar-Mohr im Auge gehabt, sagt er. Doch letztlich hätten die Vorteile einer Neumaschine überwogen, zumal er von der Heidelberg Schweiz AG zugesichert bekam, Ersatzteile für die Polar N 78 Plus über einen Zeitraum von 25 Jahren bestellen zu können.Der neue Schnellschneider wird am farbigen Touch-Screen bedient. Eine 18,5 Zoll messende Diagonale und die logische Benutzerführung erlauben es, die Polar-Schneidemaschine schnell und einfach zu programmieren. Polar-Mohr verspricht einen hochpräzisen Schneidevorgang bei einer hohen Sattelgeschwindigkeit: dank dem Polar Positioniersystem DPS. Der Sattel bewegt sich mit 300 Millimetern pro Sekunde und wird für jede Schnittabfolge auf einen Hundertstelmillimeter genau in die jeweils neue Position gebracht.Heute ist die Eristra-Druck AG an der Eichwiesstrasse 9 in Rüti ZH zu Hause. Das neue Domizil hat Marcel Hess vor vier Jahren gefunden. Hier hat er seinen Druckereibetrieb auf doppelt so viel Fläche wie am früheren Standort in Wetzikon eingerichtet. «Die Druckerei in Ihrer Nähe», so bewirbt er sein Unternehmen, die Kunden stammen mehrheitlich aus der Region. Die Auftragslage sei erfreulich, sagt Marcel Hess, von einem Rückgang in den vergangenen Monaten will er nicht reden.

Grossinvestition in Wimmis

Ab dem Frühsommer wird die Ilg AG in Wimmis auf neuer Bogenoffsettechnik der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) produzieren. Im Dezember unterzeichneten das Berner Oberländer Unternehmen und die Heidelberg Schweiz AG einen Vertrag über eine Speedmaster XL 75-8-P und einen Suprasetter A75 DTL (Dual Top Loader). Die neue umstellbare Achtfarbendruckmaschine ersetzt eine Speedmaster XL 75-8-P+L aus dem Jahr 2012, der Suprasetter A75 DTL wird anstelle eines Belichters der gleichen Baureihe mit Jahrgang 2009 installiert. Der Druckereiinhaber Thomas Ilg hebt die Zuverlässigkeit des inzwischen elfjährigen Suprasetter hervor: Der Belichter habe bis zuletzt einwandfreie Ergebnisse geliefert. Bei der neuen Speedmaster XL 75 handelt es sich um ein Modell der jüngsten 2020-Generation. Navigierte Prozesse und die Push-to-Stop-Technologie zeichnen das hochautomatisierte Drucksystem der Peak-Performance-Klasse aus. Intelligente Assistenz-Software führt den Drucktechnologen in der Abwicklung der Aufträge durch die Arbeitsschritte und steuert die Maschine im autonomen Produktionsbetrieb. Die Kontroll- und Steuerungszentrale bildet der Hochleistungsleitstand Prinect Press Center XL 3. Dort kann der Drucktechnologe die automatisch ausgeführten Rüstvorgänge bei Auftrags- bzw. Formenwechsel und den laufenden Betriebszustand während der Produktion am 24 Zoll grossen Multi-Touch-Screen und am Wallscreen mitverfolgen. Dank der hochgradig automatisierten Abläufe wird die Ilg AG ihre Druckaufträge, deren Auflagen stark sinkende Tendenz zeigen, noch wirtschaftlicher herstellen als bisher.Auf dem Suprasetter A75 DTL werden die Druckplatten für die neue Speedmaster XL 75 und eine Speedmaster SM 52 belichtet. Die gesamte Produktionstechnik, Stahlfolder-Falzmaschinen und ein Stitchmaster-Sammelhefter eingeschlossen, ist in das übergeordnete Prinect-Workflow-System integriert. Ausgangspunkt der integrierten Produktionssteuerung ist der Prinect Business Manager. Die Ilg AG arbeitet seit acht Jahren mit dem Management-Informationssystem von Heidelberg. An diese Zentrale fliessen automatisch alle Betriebsdaten zurück, wodurch eine kohärente Nachkalkulation gesichert ist.

Neue Technik für die ganze Wertschöpfungskette

Die Polygravia Arts Graphiques SA (Polygravia) hat umfassend in Produktionstechnik der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) investiert. Im Oktober ist das Unternehmen in einen Neubau in Châtel-Saint-Denis, wenige hundert Meter vom früheren Standort entfernt, umgezogen. Die neue Technik von Heidelberg umfasst ein Computer-to-Plate-System Suprasetter A75 DTL (Dual Top Loader für das automatische Beladen mit Plattenmaterial), eine Bogenoffsetmaschine Speedmaster XL 75 mit sechs Druckwerken und Kammerrakellackierwerk sowie eine Faltschachtelklebemaschine Diana 85 Go. Eine Speedmaster SX 52, die Polygravia im Jahr 2014 in Betrieb genommen hat, ist mit sechs Druckwerken identisch konfiguriert wie die neue Speedmaster XL 75. Das CtP-System und die Druckmaschinen sind über den Prinect Production Manager in eine übergeordnete digitale Workflow-Steuerung integriert. Zusätzlich zur Heidelberg-Technik arbeitet die Polygravia Art Graphique SA neu auf einer Stanz-/Prägemaschine Kama ProCut 76 Foil.

Auf den ersten Blick ist die Polygravia Arts Graphiques SA ein klassisches Druckereiunternehmen, dessen Schwerpunkt auf der Herstellung hochwertiger Akzidenzdrucksachen liegt. In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen aber immer stärker in den Verpackungsdruck hineingewachsen. Hier bilden anspruchsvolle, vielseitig veredelte Verpackungen den Hauptanteil. Akzidenz- und Verpackungsaufträge machen heute mehr als die Hälfte des erwirtschafteten Umsatzes aus.

Daneben hat sich Polygravia auf die Entwicklung von Verpackungsmustern spezialisiert. Sie werden in kleinsten Stückzahlen hergestellt. Die Muster dienen Druckereien in der ganzen Welt als verbindlicher Qualitätsmassstab, wenn dort im Bogenoffset, im Tiefdruck oder im Flexodruck die Grossauflagen zu produzieren sind.

Die in Châtel-Saint-Denis neu installierte Speedmaster XL 75 ist genau für die gestellten hohen Qualitätsansprüche konfiguriert. Farbkasten und Farbwerk des ersten Druckwerks sind für den Iris-Druck eingerichtet. Nach jedem der sechs Druckwerke ist es möglich, mit LED-UV- oder mit konventioneller UV-Technologie zu arbeiten. Alle sechs Druckwerke sind für beide Varianten ausgestattet. Die LED-Technik arbeitet hitzefrei. Auch Kunststoffe können verarbeitet werden, ohne dass das Material in seinen Dimensionen negativ beeinflusst würde. In der Auslage ist zudem ein DryStar-Combination mit IR-/Heissluft-Trocknertechnik eingebaut. Er erlaubt es, im Kammerrackellackierwerk neben UV-Lacken auch mit Dispersionslacken zu arbeiten.

«communicaziun.ch» gewinnt den Prix Montagne 2020

«communicaziun.ch» aus dem bündnerischen Ilanz gewinnt den mit 40 000 Franken dotierten Prix Montagne 2020. In drei Filialen an den Standorten Ilanz und Chur beschäftigt Armin Spescha insgesamt 60 Kommunikationsfachleute. Der Publikumspreis Prix Montagne 2020 geht ebenfalls in den Kanton Graubünden: Die Handweberei Tessanda aus dem Münstertal gewinnt den mit 20 000 Franken dotierten Preis. Er wird von der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft im Rahmen ihres Gesellschaftsengagements gestiftet. Bundesrat Guy Parmelin hat an Preisverleihung in Bern den Prix Montagne 2020 an Armin Spescha, den Geschäftsführer von «communicaziun.ch», überreicht. Spescha widmet den Preis seinem Team: «Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Unglaubliches geleistet in den letzten Jahren und damit unser Unternehmen auf Erfolgskurs gehalten. Diese Anerkennung gebührt vor allem ihnen.» Der Kommunikationsdienstleister mit seinem Team aus insgesamt 60 Mitarbeitenden und Lernenden schafft es immer wieder, Kundenbudgets aus der ganzen Schweiz in die Surselva zu holen. Bernhard Russi, Jurypräsident des Prix Montagne und Ex-Skirennfahrer, ist begeistert vom Gewinnerprojekt: «Ein Arbeitgeber wie communicaziun.ch ist Gold wert in einer Randregion – gerade für junge Menschen, die sich in einem modernen Berufsumfeld entfalten wollen.» Vor zehn Jahren wurde der Prix Montagne von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und der Schweizer Berghilfe ins Leben gerufen. Anlässlich der zehnten Preisverleihung in Bern erweist Bundesrat Guy Parmelin den Nominierten seine Ehre. In seiner Ansprache unterstrich er die Bedeutung des langjährigen Engagements der beiden Trägerorganisationen. «Der Prix Montagne ist weit mehr als nur eine Anerkennung. Er verleiht erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem Schweizer Berggebiet die heutzutage so wichtige Sichtbarkeit», sagte der amtierende Wirtschaftsminister. «Ich bin sicher, dass auch die diesjährigen nominierten Projekte viele Menschen in den Bergregionen dazu inspirieren werden, neue Wege zu gehen und ihre Visionen in die Tat umzusetzen.»

Nachruf Hans-Ueli Rickenmann: Ein Leben in, für und mit der grafischen Industrie

Hans-Ueli Rickenmann ist nach einem erfüllten, langen Leben am 1. Dezember 2020 im Alter von beinahe 92 Jahren friedlich in Affoltern a. A. verstorben. Sein Vater Ernst Rickenmann war in der Druckbranche ein echter Pionier. Als einer der ersten Schweizer Offsetdrucker ging er 1927 mit seiner Frau auf eine abenteuerliche Reise nach Mittel- und Südamerika. Dort hat er für einen englischen Druckmaschinenbauer den damals in den Kinderschuhen befindlichen Offsetdruck samt Maschineninstallationen eingeführt. Am 22. Februar 1929 wurde Hans-Ueli Rickenmann in Medelin, Kolumbien, geboren. Die Maschinenaufträge des Vaters führten die noch junge Familie von Kolumbien über Mexiko und Ecuador im Jahre 1934 zurück in die Schweiz, wo Vater Ernst eine Firma für den grafischen Fachhandel gründete. Hans-Ueli besuchte bis 1945 die Primar- und Sekundarschule in Zürich. Danach absolvierte er eine Lehre als Kartolithograf bei Orell-Füssli AG und besuchte die Kunstgewerbeschule. Nach den Kriegsjahren in Europa war Wien einer der «Hotspots» für die zusätzliche Ausbildung zum Druckereifachmann, welche er erfolgreich absolvierte. Im Anschluss erhielt er die Chance, in England, Holland, Dänemark und Schweden Ausbildungen bei damals relevanten Herstellerfirmen zu machen, um fachspezifisches Praxiswissen zu erlangen. 1954 trat Hans-Ueli in das väterliche Unternehmen ein, das in der Schweiz den Vertrieb und Service für Druckmaschinen, Verbrauchsmaterialien und Peripheriegeräte für das grafische Gewerbe von Herstellern aus Grossbritannien, USA, Holland, Deutschland und Frankreich ausführte. Ab 1960 führte Hans-Ueli Rickenmann das Familienunternehmen E. Rickenmann AG in Zürich und baute während der kommenden Jahrzehnte kontinuierlich das Produktportfolio und insbesondere die Dienstleistungen/Servicesupport aus. Dies galt gleichermassen für die damalige Westschweizer Tochtergesellschaft Roulet SA in Lausanne. Mit über 30 Mitarbeitenden sorgte er Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre gemeinsam mit der eintretenden dritten Generation mit dem erfolgreichen Auf- und Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes für den führenden japanischen Druckmaschinenhersteller in der Schweizer Druckbranche für Aufsehen. Weitsicht bewies Hans-Ueli Rickenmann 1993/94 mit der Übergabe der operativen Leitung an seinen Sohn Peter J. Rickenmann und dessen Cousine, Brigit Baumann-Bolleter. Damit legte er den Grundstein für eine sinnvolle strategische Neuausrichtung im Dienstleistungssektor und Produktportfolio des Unternehmens. Schon damals reifte die Erkenntnis aufgrund erstellter Marktanalysen, dass kurz- bis mittelfristig eine nicht triviale Marktkonsolidierung zu erwarten wäre. Nach 60 Jahren Rickenmann AG und mit Blick auf die Zukunft sowie mit deutlich erkennbaren Synergien initiierte und begleitete Hans-Ueli Rickenmann 1995/96 die Unternehmensleitung bei einem Firmen-Merger mit dem grössten eigenständigen Systemlieferanten in der grafischen Industrie, einem Schweizer Familienunternehmen. In den Folgejahren begann für ihn ein verdienter ruhigerer Lebensabschnitt. Nach wie vor war Hans-Ueli Rickenmann involviert und interessiert an den Geschehnissen der Druckereibranche und engagierte sich auch weiterhin in zwei Firmen im Verwaltungsrat.

FESPA auf Oktober 2021 verschoben

Die FESPA hat ihre Global Print Expo 2021 und die European Sign Expo von März auf Oktober 2021 verschoben und bleibt am selben Ort, dem RAI-Ausstellungszentrum in Amsterdam, Niederlande. Die Verschiebung erfolgt nach Bestätigung, dass alle internationalen Ausstellungen im RAI-Kalender aus dem ersten Quartal verschoben und in das zweite Quartal oder später verschoben wurden. Dies spiegelt die anhaltende Unsicherheit über Covid-bezogene Reisebeschränkungen und Quarantänevereinbarungen für Besucher in den Niederlanden sowie das Risiko wider, dass jene bis Anfang 2021 Aussteller und Besucher weiterhin betreffen könnten. Die FESPA-Veranstaltungen finden nun vom 12. bis 15. Oktober 2021 in denselben Hallen der RAI statt, sodass die FESPA den aktuellen Grundriss auf einen späteren Zeitpunkt umstellen kann. Die Verzögerung bis Oktober wird von der Ausstellerbasis nachdrücklich unterstützt, die die klare Begründung für das Risiko versteht, dass Ausstellerpersonal und Besucher Anfang März 2021 möglicherweise noch nicht frei nach Amsterdam reisen können.