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Druckerei Graf AG investiert in Speedmaster CX 75

Die Druckerei Graf AG in Murten geht konsequent den Weg der Prozessintegration. Sie setzt dazu auf die Prinect-Technologie der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg). Einen Höhepunkt hat das Unternehmen mit der Investition in eine Speedmaster CX 75 erreicht.Im vergangenen Juli hat die Druckerei Graf AG eine Speedmaster CX 75-4+L in Betrieb genommen. Die Vierfarbenbogenoffsetmaschine mit Lackierwerk ersetzt eine Speedmaster SM 74-5+L aus dem Jahr 2010.In allen konstruktiven Merkmalen ist die Speedmaster CX 75 an die Speedmaster XL 75 angelehnt: Sowohl das Farb-/Feuchtwerk wie auch die Geometrie und Grösse der Gegendruckzylinder sind mit dem Peak-Performance-Modell identisch. Dank eines schlanken Bogenlaufs deckt die Maschine ein Spektrum vom 0,03 Millimeter dünnen Leichtpapier bis zum 0,6 Millimeter starken Karton ab. Trotz ihrer sehr kompakten Bauweise bietet die Maschine viel Raum zwischen den Druckwerken.Push to Stop ist Produktivitäts-BoosterDie neue Bogenoffsetmaschine ist komplett für den Push-to-Stop-Betrieb ausgestattet. Dabei bilden die Inline-Mess/-Regeltechnik Prinect Inpress Control und das vollautomatische Plattenwechselsystem Autoplate Pro zwei Schlüsselkomponenten. Der Geschäftsführer David Graf nennt eine Zeitspanne von drei Minuten, die ein Wechsel vom letzten Bogen eines vorgängigen bis zum ersten Gutbogen des nachfolgenden Auftrags beansprucht. Hinzu kommen massive Einsparungen bei der Makulatur. Das System produziere nach weniger als hundert Bogen auf Fortdruckleistung, bestätigt er.Neben Inpress Control und Autoplate Pro leistet das Speedmaster Operating System am Leitstand Prinect Press Center XL 3 einen entscheidenden Beitrag zu den erzielten Spitzenergebnissen. Im Zentrum steht Intellistart. Die Assistenzsoftware analysiert die aufeinanderfolgenden Aufträge, wie sie in der Job Queue gelistet sind, und aktiviert bei einem Druckformenwechsel automatisch jene Rüstsequenzen, die jeweils notwendig sind. Bei den Voreinstellungen greift die Systemsteuerung auf über zwanzig Informationseinheiten zurück, die Prinect an den Leitstand übermittelt. Dazu zählen neben den Preset-Daten für die Farbzonen und den Duktorhub auch die Angaben zum Kunden und zum Auftrag, die bedruckstoffspezifischen Farbvoreinstellkennlinien, das Bogenformat und die Bedruckstoffstärke, die Position der Seitenmarke oder die Höhe der Auflage mit Zuschuss.Auf allen Stufen Technik von HeidelbergMit der Investition in die Speedmaster CX 75 erreicht die Druckerei Graf AG einen Höhepunkt auf dem Weg zur vollen Prozessintegration. Bei Standarddrucksachen wird die Ausgabe automatisch, von Prinect gesteuert, ausgelöst, sobald ein Kunde einen Auftrag im Portal freigegeben hat. Die Grundlage bilden Prinect Business für die Kalkulation und technische Auftragsvorbereitung auf der einen und Prinect Production für die gesamte Produktionssteuerung auf der anderen Seite. Aufgrund sogenannter Smart Templates erstellt das System eine komplette Auftragsbeschreibung. Sie enthält alle Informationen, die für eine automatische Produktion und die selbstständige Wahl des geeigneten Ausgabekanals (Plattenbelichtung oder Digitaldruck) benötigt werden.Aktuell produziert die Druckerei Graf AG auf allen Stufen mit Technik von HEIDELBERG. Die Platten werden auf einem Suprasetter A 75 DTL bebildert, im Drucksaal produziert neben der Speedmaster CX 75 eine umstellbare Speedmaster SX 52-4-P. In die Prinect-Technologie ist eine Versafire CP integriert. Ein einheitliches, für den Offset- und den Digitaldruck gültiges Color-Management und Rendering sichert in beiden Druckverfahren ein Höchstmass an farblicher Übereinstimmung. Seit diesem Frühjahr arbeitet die Druckerei Graf AG zudem auf einem neuen Schnellschneider von Polar. Über Polar Compucut werden die Schneidprogramme vollautomatisch berechnet.