Stahlfolder mit Kameratechnik für die Vögeli AG

Die Vögeli AG, Langnau, hat in neue Falztechnik der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) investiert. Bei einer Taschenfalzmaschine Stahlfolder TH 66 wurde das Muttermodul gegen ein neues Modul mit sechs Taschen ausgewechselt. Das neue Modul ist mit Kameras, einer Ausschleusweiche und einer vor- und einer nachgelagerten Messerwelle ausgerüstet. Eine Pressstation sichert auch nach einem sechsfachen Parallelbruch eine hohe Falzqualität. Es ist die erste derart ausgestattete Falzmaschine in der Schweiz. Die Kameras überwachen einlaufende Planobogen auf der Vorder- und Rückseite. Fehlerhafte Bogen werden im laufenden Betrieb aus dem Prozess ausgeschleust. Die Qualitätsüberwachung bringt besonders bei Aufträgen mit Sprachwechsel eine hohe Sicherheit, wenn die Versionen von derselben Palette abgearbeitet werden. Diese Situation ist bei der Vögeli AG üblich, umso mehr, als im Bogenoffset auf einer Speedmaster XL 75 mehrere Signaturen im Push-to-Stop-Betrieb produziert werden.Dank der zwei Messerwellen vor und nach der Falzstation gewinnt die Vögeli AG Flexibilität. Sechseitige, querformatige Mailing-Produkte mit einer Antwortkarte können mit der vorgelagerten Messerwelle perforiert und in der zweiten Station gefalzt werden.Beim Kauf des neuen Sechs-Taschen-Falz­moduls kam der Vögeli AG der modulare Aufbau des Stahlfolder-Systems entgegen. Die mit vier Taschen ausgestattete zweite Station und die Auslage wurden von der Vorgängermaschine übernommen und an das neue Muttermodul angeschlossen. Die Modularität ermöglicht ein fast beliebiges Zusammenstellen der Module. So können ein Falzmodul an den Sammelhefter oder eine Auslage für ganz kleine Formate an eine beliebige Falzmaschine gekoppelt werden.