Druckerei Gasser AG treibt Integration voran

Die Druckerei Gasser AG in Erstfeld geht konsequent den Weg der Workflow-Integration und setzt auf ein Gesamtsystem von Heidelberg. Das Familienunternehmen hat kürzlich eine Digitaldruckmaschine Versafire EV mit dem Prinect Digital Frontend (DFE) installiert. Zugleich wurde die Workflow-Steuerung auf den Prinect Production Manager umgestellt. Die Investition ist ein logischer Schritt: Auch im Bogenoffset arbeitet die Druckerei Gasser AG mit Technik von Heidelberg. Die Druckplatten werden auf einem Suprasetter A 52 ausgegeben. Gedruckt wird auf einer Maschine der GTO-Baureihe sowie auf einer Speedmaster SM 52-4. Die Vierfarbenmaschine ist via den Prinect Pressroom Manager in die übergeordnete Prinect Workflow-Steuerung integriert.Titus Gasser und sein Bruder Thomas haben die Geschäftsführung der Druckerei Gasser AG im Jahr 2010 von ihren Eltern Annemarie und Ernst Gasser-Freitag übernommen. Fünf Jahre später investierten sie in ein erstes Digitaldrucksystem von Heidelberg, damals eine Linoprint CV, nachdem seit 1997 Maschinen anderer Hersteller im Einsatz gestanden hatten. Sie hätten sich aus guten Gründen für den Partner Heidelberg als Hauptlieferanten entschieden, sagt Titus Gasser. Ein massgebendes Argument seien die ausgewiesenen Kompetenzen rund um die drucktechnische Reproduktion und die Kalibration der Ausgabesysteme. Hinzu komme die im Bogenoffset und Digitaldruck eingesetzte einheitliche RIP-Technologie, die unabhängig vom gewählten Ausgabekanal mit dem identischen Farbmanagement und Renderer arbeite. Der RIP-Aspekt ist ein wichtiger Punkt: Denn neben der Funktion als Produktionsmaschine dient die neue Versafire EV als Ausgabegerät für farbverbindliche Proofs bei jenen Aufträgen, deren Auflagen später im Bogenoffset gedruckt werden. Die Farben der Versafire EV stimmten perfekt mit den Ergebnissen im Offsetdruck überein, bestätigt Titus Gasser. Wie schon die Linoprint CV bietet die neue Versafire EV neben den vier Skalafarben Platz für eine fünfte Farbe. Die Brüder Gasser haben den fünften Farbkanal von Beginn an aktiv genutzt. Sie veredeln Drucksachen mittels eines Transparenttoners, setzen ihn unter anderem als Fälschungsschutz auf Gutscheinen ein, oder sie arbeiten auf dunklen Bedruckstoffen mit Deckweiss. Das Deckweiss überzeuge durch seine extrem hohe Opazität, sagt Thomas Gasser. Diese Deckkraft würde im Bogenoffset nur mit zwei, wenn nicht drei Durchgängen erzielt, schätzt er.Als die Druckerei Gasser AG vor sechs Jahren in die Linoprint CV investierte, konnte sie als erste Druckerei im Kanton Uri ein Deckweiss und einen Transparenttoner auf Kleinstauflagen und personalisierten Produkten anbieten. Die Kunden nahmen das Angebot wohlwollend an. Mit der Versafire EV bietet das Unternehmen wiederum eine Neuerung: Das Drucksystem ermöglicht es, ein Bannerformat mit 700 Millimetern Länge innerhalb der Maschine zu wenden. Sechsseitige DIN-A4-Produkte können in einem Durchgang beidseitig bedruckt werden. Titus und Thomas Gasser sind gespannt, wie die neue Option vom Markt aufgenommen wird.