Koenig & Bauer vorsichtig optimistisch

Die Koenig & Bauer AG gibt auf der Grundlage von vorläufigen und noch nicht testierten Geschäftszahlen bekannt, dass im Geschäftsjahr 2020 ein vorläufiger Konzernumsatz von 1.029 Mio. € und ein vorläufiges Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von –68 Mio. € erreicht wurde. Bereinigt um Sondereffekte liegt das vorläufige Konzern-EBIT bei –19 Mio. €. Damit liegt der Konzernumsatz deutlich über der für das Geschäftsjahr 2020 ausgegebenen Prognose. Diese hatte Umsatzerlöse zwischen 900 und 950 Mio. € in Aussicht gestellt. Auch das bereinigte EBIT fiel besser aus als das prognostizierte negative EBIT vor Sondereffekten im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Hintergrund des höheren Umsatzvolumens und des entsprechenden EBIT-Effekts ist die Anpassung der konzerninternen Richtlinie zur Umsatzbilanzierung. Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses hat die Gesellschaft nach Abstimmung mit dem neuen Abschlussprüfer entschieden, die bereits am 28. September 2020 bekannt gegebene Anpassung der Umsatzbilanzierung retrospektiv im Konzern anzuwenden. Die Änderung erfolgt rückwirkend auch für die Vorjahreswerte, sodass sich Umsätze aus den früheren Perioden inklusive entsprechender EBIT-Auswirkungen jeweils in die Zukunft verschieben. Die Neufassung der Umsatzbilanzierungsrichtlinie sieht vor, dass Neumaschinenumsätze überwiegend erst zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gebucht werden. «Wir erwarten, dass wir mit der neuen Umsatzrichtlinie die Volatilität im Umsatzausweis unseres Neumaschinengeschäfts reduzieren. Dies soll uns ausserdem künftig eine ausgewogenere Planung ermöglichen. Durch die retrospektive Anpassung haben wir eine verbesserte Transparenz und Vergleichbarkeit mit den Vorjahren», so Dr. Stephen Kimmich, CFO der Koenig & Bauer AG. Trotz der weiterhin schwer einschätzbaren zukünftigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das wirtschaftliche Umfeld des Koenig & Bauer-Konzerns und der derzeit wegen Covid-19 bestehenden Reiserestriktionen rechnet das Unternehmen mit einer leicht positiven Geschäftsentwicklung in Jahr 2021. Diese Prognose steht unter der Annahme, dass es durch die Fortschritte bei den Impfungen, die auch die Covid-19-Virus-Mutationen einschliessen, zur Aufhebung der Covid-19-Beschränkungen kommt. Der 2020 im Vergleich zur Gesamtbranche weniger stark zurückgegangene Auftragseingang wird unter den derzeit gegebenen Covid-19-Rahmenbedingungen als eine solide Ausgangsbasis für das neue Geschäftsjahr angesehen.