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Neue Technik für die ganze Wertschöpfungskette

Die Polygravia Arts Graphiques SA (Polygravia) hat umfassend in Produktionstechnik der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) investiert. Im Oktober ist das Unternehmen in einen Neubau in Châtel-Saint-Denis, wenige hundert Meter vom früheren Standort entfernt, umgezogen. Die neue Technik von Heidelberg umfasst ein Computer-to-Plate-System Suprasetter A75 DTL (Dual Top Loader für das automatische Beladen mit Plattenmaterial), eine Bogenoffsetmaschine Speedmaster XL 75 mit sechs Druckwerken und Kammerrakellackierwerk sowie eine Faltschachtelklebemaschine Diana 85 Go. Eine Speedmaster SX 52, die Polygravia im Jahr 2014 in Betrieb genommen hat, ist mit sechs Druckwerken identisch konfiguriert wie die neue Speedmaster XL 75. Das CtP-System und die Druckmaschinen sind über den Prinect Production Manager in eine übergeordnete digitale Workflow-Steuerung integriert. Zusätzlich zur Heidelberg-Technik arbeitet die Polygravia Art Graphique SA neu auf einer Stanz-/Prägemaschine Kama ProCut 76 Foil.

Auf den ersten Blick ist die Polygravia Arts Graphiques SA ein klassisches Druckereiunternehmen, dessen Schwerpunkt auf der Herstellung hochwertiger Akzidenzdrucksachen liegt. In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen aber immer stärker in den Verpackungsdruck hineingewachsen. Hier bilden anspruchsvolle, vielseitig veredelte Verpackungen den Hauptanteil. Akzidenz- und Verpackungsaufträge machen heute mehr als die Hälfte des erwirtschafteten Umsatzes aus.

Daneben hat sich Polygravia auf die Entwicklung von Verpackungsmustern spezialisiert. Sie werden in kleinsten Stückzahlen hergestellt. Die Muster dienen Druckereien in der ganzen Welt als verbindlicher Qualitätsmassstab, wenn dort im Bogenoffset, im Tiefdruck oder im Flexodruck die Grossauflagen zu produzieren sind.

Die in Châtel-Saint-Denis neu installierte Speedmaster XL 75 ist genau für die gestellten hohen Qualitätsansprüche konfiguriert. Farbkasten und Farbwerk des ersten Druckwerks sind für den Iris-Druck eingerichtet. Nach jedem der sechs Druckwerke ist es möglich, mit LED-UV- oder mit konventioneller UV-Technologie zu arbeiten. Alle sechs Druckwerke sind für beide Varianten ausgestattet. Die LED-Technik arbeitet hitzefrei. Auch Kunststoffe können verarbeitet werden, ohne dass das Material in seinen Dimensionen negativ beeinflusst würde. In der Auslage ist zudem ein DryStar-Combination mit IR-/Heissluft-Trocknertechnik eingebaut. Er erlaubt es, im Kammerrackellackierwerk neben UV-Lacken auch mit Dispersionslacken zu arbeiten.