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Pilotprojekt bei Lensing Druck (von links): Ascan Schulz, Lensing Druck; Maximilian Schnippering und Alexander Driss, beide Heidelberg Druckmaschinen AG; Guido Thesing, Lensing Druck.

Heidelberg baut Subscription auf Consumables aus

Die Heidelberger Druckmaschinen AG erweitert das Subscription-Modell und übernimmt im Auftrag der Kunden die komplette Logistik für das Verbrauchsmaterial. Pilot­anwenderin ist die Lensing Druck in Dortmund.

Anfang 2018 hat die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) mit Subscription ein neues Finanzierungs- und Betriebsmodell eingeführt. Jetzt wird das Modell erweitert. Neu übernimmt Heidelberg im Auftrag der Kunden die komplette Logistik für das Verbrauchsmaterial. Dabei werden die Bestände des Verbrauchsmaterials durch Heidelberg erfasst und das Verbrauchsmaterial dem Bedarf des Kunden entsprechend disponiert.

Grundlage bildet eine App, die auf einem mobilen Gerät installiert ist und über die dem Lager entnommenes Material ausgebucht wird. Die Kommunikationsschnittstelle ist der Heidelberg Assistant. Indem Heidelberg die gesamte Lagerverwaltung übernimmt, erhielten die Kunden volle Transparenz über die Warenströme und könnten gebundenes Kapital reduzieren, schreibt Heidelberg. Zudem würden die Druckereien von administrativen Aufgaben entlastet und könnten sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Als Pilotkunde hat die Lensing Druck GmbH & Co. KG in Dortmund (Deutschland) das Subscription-Modell entsprechend erweitert. Seit Juni 2018 arbeitet das Unternehmen im Rahmen eines Subscription-Vertrags auf einer Bogenoffsetmaschine Speedmaster XL 106 mit neun Druckwerken und einem Lackierwerk. Neben der Verantwortung für eine bestmögliche Verfügbarkeit der Druckmaschine hat Lensing Druck jetzt auch die Lagerverwaltung für das Verbrauchsmaterial an Heidelberg übergeben.

Heidelberg arbeitet an der Fortentwicklung des Subscription-Modells. Dank einer Vielzahl an Verbraucherdaten, die moderne Bogenoffsetmaschinen liefern, könne immer genauer vorhergesagt werden, welches Material an eine Druckerei zu liefern oder welche Menge von welchem Produkt zu produzieren sei.

Heidelberg will zudem Druckereibetrieben ermöglichen, das Subscription-Modell nur auf die Lagerverwaltung und Disposition des Verbrauchsmaterials – ohne Druckmaschine – anzuwenden. (jm)