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Martin Schneider hat seine kleine Druckmaschine an jene Pressen aus den Anfängen des Buchdrucks angelehnt.

Additive Manufacturing für eine kleine Druckerpresse

Ein Student an der Köln International School of Design der TH Köln hat eine Druck­maschine entwickelt, die im Additive-Manufacturing-Verfahren aufgebaut wird.

Martin Schneider studiert an der Köln International School of Design der TH Köln. Im Rahmen seines Studiums hat er eine Druckmaschine entwickelt, die im Additive-Manufacturing-Verfahren aufgebaut werden kann. Während fünf Monaten baute er Prototypen. Entstanden ist eine Druckerpresse, deren Funktionsprinzip sich an jene Pressen aus den Anfängen des Buchdrucks anlehnt und die mit Materialkosten von fünf Euro aufgebaut werden kann. Die Pläne und Dateien hat Martin Schneider für einen kostenfreien Zugang online gestellt. Wie es in der Pressemitteilung heisst, dürfen die Unterlagen für nicht kommer­zielle Zwecke beliebig verwendet und modifiziert werden.

Die Druckmaschine ist für die Arbeit mit Hochdruck- und Tiefdruckformen geeignet. Die schwiergste Aufgabe sei gewesen, auf einem derart kleinen Gerät jenen hohen Pressdruck zu erreichen, wie er für diese Druckverfahren notwendig sei, sagt Martin Schneider.

Bis zum Eingang der Pressemeldung am 11. März waren die Pläne für die kleine Druckmaschine 11 000 Mal heruntergeladen worden. Martin Schneider forderte die Anwenderinnen und Anwender auf, ihm ihre kleinen Werke zuzustellen. Mehrere hundert sind seinem Aufruf gefolgt. Die Exponate werden im Rahmen einer Ausstellung, die am 15. März anlässlich des Internationalen Tages der Druckkunst eröffnet worden ist, präsentiert. Die Ausstellung in der Kölner Graphikwerkstatt dauert bis am 12. April und ist jeweils von 17 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. (jm)