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Der Phoenix 800 hat vor allem durch die Präzisionsoptik der Firma Zeiss überzeugt. Im Bild Mario Burch (links), Innique AG, mit Jürgen Bundschuh, Heidelberg Schweiz AG.

Innique AG belichtet Siebdruckformen auf Phoenix 800

Bei der Trinkflaschenproduzentin Innique AG werden die Druckformen für den Siebdruck auf einem Phoenix 800 von Heidelberg belichtet. Im Flachbettbelichter ist Präzisionsoptik der Firma Zeiss verbaut.

Die Innique AG, eine Trinkflaschenproduzentin in Grüningen (ZH), belichtet die Siebdruckformen auf einem Phoenix 800. Es handelt sich um einen Flachbettbelichter, der in Zusammenarbeit mit einem deutschen OEM-Belichterhersteller, vertreten durch die Firma DROP mit Sitz in der Schweiz, und der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) entwickelt worden ist.

Die Entscheidung zugunsten eines Phoenix 800 wird bei der Innique AG mit den technologischen Merkmalen des Systems begründet. Mario Burch, stellvertretender Geschäftsleiter, ist besonders von der Zeiss-Optik überzeugt. Dank der Highend-Optik erziele er auf dem Phoenix 800 randscharfe Belichtungsergebnisse. Allfällige unebene Stellen innerhalb des Siebs würden durch eine prädiktive Fokussteuerung automatisch kompensiert.

Der Phoenix 800 arbeitet mit einer UV-LED-Lichtquelle, wobei die Strahlungsenergie über ein Digital Micromirror Device (DMD) auf die Emulsion umgelenkt wird. Indem die Lichtquelle die Energie in zwei Wellenlängen (385 und 405 Nanometer) emittiert, kann in der Oberfläche und in der Tiefe der Emulsion differenziert gehärtet werden. Das führe zu vergleichsweise ­hohen Standzeiten der Druckform und ermögliche Ergebnisse, die in hohem Mass reproduzierbar sind, schreibt Heidelberg.

Die Innique AG ist auf die Herstellung von Trinkflaschen und anderen Hohlkörpern auf PE-, PP- und Tritanbasis sowie biobasierten Kunststoffen spezialisiert. Momentan arbeitet das Unternehmen mit herkömmlichen Siebrahmen. Die Siebe werden fertig gespannt durch eine Firma aus Deutschland angeliefert. Mittelfristig wolle die Innique AG auf das Screeny-System der Gallus Fred. Rüesch AG, einer Heidelberg-Tochter, umstellen, sagt Mario Burch. Dadurch könnten die Siebe in Zukunft komplett im eigenen Haus konfektioniert werden. Zudem würde das Screeny-System es erlauben, die Siebe für eine Wiederverwendung platzsparend zu archivieren.

Der Phoenix 800 belichtet ein maximales Format von 600 × 800 Millimetern. Er ist der kleinste Belichter einer Dreierserie und wird nach oben durch den Phoenix 1000 (800 × 1000 Millimeter) und den Phoenix 1400 (1150 × 1400 Millimeter) ergänzt. (jm)