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Altpapier, das mit UV-härtenden Druckfarben bedruckt ist, lässt sich nur bedingt in den Wiederverwertungskreislauf zurückführen.

Studie zum Deinking UV-härtender Druckfarben

Der Verband INGEDE e.V. ­und der Druckfarbenhersteller hubergroup suchen nach ­Wegen, wie die Deinking-Eigenschaften UV-härtender Druckfarben gegenüber dem heutigen Stand verbessert werden könnten.

Anfang März gaben der Verband INGEDE e.V. (Internationale Forschungsgemeinschaft Deinking-Technik ) und der Druckfarbenhersteller hubergroup Pläne für eine gemeinsame Studie bekannt. Darin sollte nach Möglichkeiten gesucht werden, wie Papier, das mit UV-härtenden Druckfarben bedruckt ist, sich besser für den Wiederverwertungskreislauf (Recycling) aufbereiten lässt, als es heute möglich ist.

Hintergrund der Studie war die Tatsache, wonach Druckfarben, die durch eine chemisch-physikalische Vernetzung aushärten, sich kaum aus der Papierfaser ent­fernen lassen bzw. schlechte De­inking-Eigenschaften aufweisen. Die Folge kann sein, dass grosse Farbpartikel im rezyklierten Papier sichtbare Spuren hinterlassen.

In den letzten Jahren haben UV-härtende Druckfarben, die bereits unter einem vergleichsweise geringen UV-Energieeintrag reagieren, Marktanteile gewonnen (die entsprechenden Härtungstechnologien tragen je nach Druck­maschinenhersteller unterschiedliche Bezeichnungen: LE UV, HR-UV, H-UV, LEC UV). Indem diese hochreaktiven Systeme sich auf dem Markt rasch verbreiteten, erhielt das Thema der Rezyklierbarkeit UV-härtender Druckfarben zusätzliche Brisanz. In der Folge hätten INGEDE e.V. und die hubergroup erkannt, welche Bedeutung einer weiteren Entwicklung UV-härtender Druck­farben und deren verbesserten Deinking-Eigenschaften zukommt, heisst es in der Medienmitteilung. (jm)