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Das Bild zeigt ein bei der Vögeli AG hergestelltes Druckprodukt, das das Cradle-to-Cradle-Zertifikat trägt.

Cradle to Cradle – der Schlüssel zum vollkommenen Kreislauf?

Gemeinsam mit Experten demonstrierte die Vögeli AG in Langnau, wie Cradle to Cradle es ermöglichen soll, Drucksachen herzustellen, die sich in einem vollkommenen Kreislauf wiederverwerten lassen.

Ende August lud die Vögeli AG zu einem Seminar nach Langnau ein. Das Seminar trug den Titel: «Produkte 5.0 – Sind Ihre Produkte zukunftsfähig?». Fast 70 Gäste konnte die Vögeli AG begrüssen.

Angeleitet durch Experten der ETH Zürich und der EPEA Switzerland (Gutacher für die Cradle-to-Cradle-Zertifizierung), erörterten die Gäste, wie die Gesellschaft trotz geringer Ressourcen nicht auf Luxus und Komfort verzichten muss.

Saskia Harthoorn und Anita van Rozen von der niederländischen Botschaft zeigten, wie die Niederlande bis im Jahr 2050 eine Kreislaufwirtschaft verwirklichen und dadurch die Zukunft der Gesellschaft sichern wollen.

Wie Katja Hansen, Leiterin der Healthy-Printing-Intitiative, in ihrem Referat ausführte, soll die Gesellschaft dank des «schlüssigen Konzepts von Cradle to Cradle» auch die grössten Herausforderungen meistern können. Gemäss Hansens Prognose wird der Papierverbrauch, weltweit betrachtet, weiter steigen. Gründe sieht sie einerseits in der Substitution von Plastik durch Papier und andererseits im Onlinehandel. Deshalb müssten wir mit dem Werkstoff Papier sorgsam umgehen, sagte Hansen. Papier, das aus rezyklierten Fasern gewonnen wird, könne aufgrund von Giftstoffen, die sich in den Fasern befänden, nicht für Lebensmittelverpackungen verwendet werden. Zudem sei der Abfall, der beim Papierrecycling anfalle, als Sondermüll zu behandeln.

Wie die Vögeli AG festhält, ist sie die erste und bislang einzige Firma in der Schweiz, die «gesunde, sichere und für eine Wiederverwertung in einem Kreislauf geeignete» Druckprodukte herstellt. (jm)