Geschäft der Biella Group entwickelt sich stabil

Für das erste Halbjahr 2018 meldet die Biella Group eine stabile Entwicklung des Geschäfts. Die Restrukturierung des Unternehmens belastet das Konzern- und das Betriebsergebnis.

Wie die Biella-Neher Holding AG (Biella Group) in einer Medienmitteilung schreibt, hat sich das Geschäft im ersten Halbjahr 2018 «stabil» entwickelt. Der Umsatz erreichte 59,8 Millionen Franken (gegenüber 59,3 Millionen im Vorjahreszeitraum). Zum leichten Wachstum habe neben positiven Währungseffekten die «Innovations- und Digitalisierungsstrategie» beigetragen.

Das Konzernergebnis (minus 5,9 Millionen Franken) und das Betriebsergebnis (minus 5,8 Millionen Franken) liegen deutlich unter jenen der Vorjahresperiode (minus 1,9 Millionen Franken bzw. minus 1,5 Millionen Franken). Die negative Entwicklung begründet die Biella Group mit der Restrukturierung des Unternehmens. Im März hatte die Biella Group angekündigt, das Werk in Szydlowiec (Polen) sowie die lokalen Vertriebseinheiten in Warschau (Polen) und Hoorn (Niederlande) zu schliessen. In der Folge wurden die Produktion und der Vertrieb für das Europa-Geschäft ausserhalb der Schweiz bei der Biella-Falken GmbH in Peitz (Deutschland) konzentriert.

Die Restrukturierung habe das Unternehmen per 30. Juni 2018 4,1 Millionen Franken gekostet. Würden diese Sonderaufwen­dungen berücksichtigt, habe sich das Konzernergebnis mit minus 1,7 Millionen Franken gegenüber der Vorjahresperiode leicht um 0,2 Millionen Franken verbessert. Auch das Betriebsergebnis erreiche, bereinigt um die Sonderaufwendungen, mit minus 1,7 Millionen Franken annährend das Vorjahresniveau. Die Biella Group weist auch darauf hin, dass bei der Beurteilung der Halbjahresresultate die «ausgeprägte Saisonalität» des Büroartikelgeschäfts zu beachten sei. Im Vergleich zum ersten Halbjahr sei hinsichtlich Umsatz und Ertrag eine deutlich stärkere zweite Jahreshälfte zu erwarten.

Trotz der Restrukturierungskosten ist die Eigenkapitalquote mit 65,1 Prozent (Vorjahr: 64,9 Prozent) konstant geblieben. Um die Produktionsverlagerungen zu stützen, wurden die Vorräte vorübergehend erhöht. Dadurch ist den Angaben zufolge die Nettoliquidität von 6,6 auf 5,5 Millionen Franken zurückgegangen. Die Finanzschulden seien wie geplant weiter abgebaut worden.

Die Biella Group will den eingeschlagenen Weg der Innovation und Digitalisierung fortsetzen. Am erweiterten Standort Peitz soll ab September mit der Fertigung für das Jahresendgeschäft gestartet werden. Dies soll zu einer schrittweisen Verbesserung der Effizienz und Ertragskraft der Biella Group führen. (jm)