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Die Gallus Ferd. Rüesch AG investiert in die Entwicklung digitaler Etikettendrucksysteme.

Neu- und Weiterentwicklungen von Gallus

In der letzten Juni-Woche führte die Gallus Ferd. Rüesch AG ihre Innovationdays 2018 durch. Präsentiert wurden unter anderem die neue Gallus Smartfire und eine neue Digital Embellishment Unit in der Gallus Labelfire.

Auf den Gallus Innovationdays 2018 Ende Juni hat die Gallus Ferd. Rüesch AG (Gallus) das neue Etikettendrucksystem Gallus Smartfire vorgestellt. Mit der Maschine will Gallus Etikettendruckern den Einstieg in den digitalen Etikettendruck ermöglichen. Die Maschine verarbeitet Bahnbreiten von 240 Millimetern und produziert von der unbedruckten Rolle zur fertig gestanzten Etikette.

Die Gallus Smartfire ist eine reine Inkjet-Maschine. Sie arbeitet mit Wassertinten und druckt auf einer Breite von 220 Millimetern. In einer anschliessenden Finishing-Strecke sind eine Laminierstation, ein Schneideplotter und ein Stanzmodul integriert. Im Plotter können individuelle Konturen geschnitten und im Stanzmodul die Etiketten im semirotativen Verfahren gestanzt werden.

In der Bebilderungseinheit sind Inkjet-Köpfe von Memjet verbaut. Die Piezo-Köpfe arbeiten nach dem Drop-on-demand-Prinzip. Gallus nennt zwei unterschiedliche Leistungs-Qualitäts-Verhältnisse: Im Produktivitätsmodus mit 18 Metern pro Minute Bahngeschwindigkeit übertragen die Köpfe die Motive mit 1600 × 800 dpi auf den Bedruckstoff. Im High-Definition-Modus erreicht die Auflösung bei neun Metern Pro Minute 1600 × 1600 dpi.

Für das High-End-Segment hat die Gallus Ferd. Rüesch AG auf den Innovationdays 2014 die Gallus Labelfire (damals noch unter dem Namen DCS 340, Digital Converting System) vorgestellt. Im neuen Etikettendrucksystem war konventionelle Druck- und Finishing-Technik mit einer Achtfarben-Inkjet-Einheit kombiniert.

Inzwischen hat Gallus das System durch ein Siebdruckwerk und ­
ein digitales Veredelungsmodul (DEU=Digital Embellishment Unit) erweitert. Das Siebdruckwerk ist der Achtfarben-Inkjet-Einheit vorgelagert (upstream) und ermöglicht es, transparentes Substrat durch ein hochopakes Deckweiss zu bedrucken. Anschliessend an die Achtfarben-inkjet-Einheit folgt die Digital Embellishment Unit (downstream). Sie erlaubt es, die Etiketten durch Spotlackierungen (glänzend und matt, auch mit Relief-Effekt) zu veredeln. Die Arbeit mit Folien macht es zudem möglich, Etiketten durch Reliefs mit Metallic-­Effekt zu veredeln. (jm)