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Die Rondo AG führt weltweit den ersten Betatest im Bereich Pharmaverpackung mit der Primefire 106 durch. Im Bild Joachim Hoeltz (links), CEO Rondo AG und Giovanni De Luca (rechts), Director Operations Schweiz Rondo AG mit Philippe Andrey von der Heidelberg Schweiz AG.

Rondo AG installiert Heidelberg Primefire 106

Der Pharmaverpackungsproduzentin Rondo AG hat ein B1-Bogen-Inkjet-System Primefire 106 der Heidelberger Druckmaschinen AG installiert. Mit der Investition will Rondo das Supply-on-Demand-Angebot ausbauen.

Mitte April hat die Rondo AG (Allschwil, BL) eine Primefire 106 der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) in Betrieb genommen. Es handelt sich um den weltweit ersten Betatest des B1-Bogen-Inkjet-Systems in der Herstellung von Verpackungen für die Pharmaindustrie. Das Unternehmen produziert zu 100 Prozent Sekundärverpackungen.

Mit der Primefire 106 will die Rondo AG das Supply-on-Demand-Angebot ausbauen. Aufgrund einer personalisierten Medizin und vielen Sprach- und Länderversionen würden die Auflagen bei Pharmaverpackungen kleiner, Medikamente müssten innerhalb kurzer Frist geliefert werden, heisst es bei Rondo. Dank Prozessautomatisierung und einer engen IT-Anbindung erhalten die Kunden von Rondo einen Just-in-Time-Lieferservice. Das ermögliche den Kunden von Rondo, ihre eigene Supply Chain zu optimieren. Mit dem Supply-on-Demand-Service unterstützt die Rondo AG Pharmakunden darin, ihre Total Cost of Ownership zu reduzieren. Dank einer stückgenauen Lieferung der benötigten Verpackungen würden Lagerkosten minimiert oder gar komplett eliminiert. Zudem liessen sich Vernichtungskosten für obsolete Verpackungen vermeiden.

In den letzten vier Jahren hat Rondo etliche Digitaldrucksysteme getestet und sich schliesslich für die Primefire 106 entschieden. Weil die Primefire 106 auf das B1-Bogenformat ausgelegt ist, wird sie als ideale Ergänzung zur Speedmaster-Bogenoffsettechnik im Format 70 x 100 Zentimeter bezeichnet.

Neben der Möglichkeit, Pharmaverpackungen ab einer Losgrösse 1 zu produzieren, könnten variable Daten wie Serialnummern direkt mit dem Druck auf die Verpackung aufgebracht werden. Im Rahmen eines Entwicklungsprojekts sollen Medikamentenfälschungen gemäss EU-Richtlinien verindert werden, indem Verpackungen durch individuelle Serialnummern gekennzeichnet werden. Die Realisierung des Projekts ist für 2019 geplant. (jm)