Keine Fusion zwischen Xerox und Fujifilm

Ende Januar kündigten Fujifilm und Xerox an, ihre Unternehmen in einem neuen Firmenkonstrukt zu fusionieren. Jetzt zieht sich Xerox aus dem 6,1-Milliarden-Dollar-Vorhaben zurück.

Wie Fujifilm und Xerox Ende Januar bekannt gaben, sollten die zwei Unternehmen fusioniert werden. Dabei hätte Fujifilm eine Mehrheit am neuen Unternehmen gehalten. Jetzt will Xerox gemäss einer Pressemeldung vom 13. Mai die Fusionspläne fallen lassen. Stattdessen ist Xerox eine Vereinbarung mit den beiden Xerox-Aktionären Carl Icahn und Darwin Deason eingegangen, die die Fusion bekämpft haben.

Ende April hatte sich Darwin ­Deason in einer einstweiligen ­Verfügung erfolgreich gegen das Fusionsprojekt gewehrt. Begründung: Jeff Jacobson, der CEO von Xerox, habe durch die Fusion seine Position sichern wollen und nicht im Interesse der Aktionäre gehandelt. Jacobson soll durch John Visentin, ein früherer Manager von IBM und Hewlett Packard, ersetzt werden. Gleichzeitung würden im Verwaltungsrat und in der operativen Führung von Xerox umfangreiche personelle Veränderungen vorgenommen, schreibt Xerox. In den kommenden Wochen sollen unter der neuen Führung strategische Alternativen zur ­verworfenen Fusion untersucht werden.

Der im Januar bekannt gegebene Fusionsplan sah vor, dass Xerox seinen Anteil von 25 Prozent am 60-jährigen Gemeinschaftsunternehmen Fuji Xerox gegen einen Anteil von 49,9 Prozent am neuen Gemeinschaftsprojekt tauschen würde. Die Mehrheit von 50,1 Prozent hätte Fujifilm gehalten und dafür 6,1 Milliarden Dollar investiert. (jm)