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Die Sapphire EVO kombiniert Kodaks Stream-Inkjet-Technologie mit analogen Druckverfahren.

Verpackungsdruckmaschine Sapphire EVO im Markt lanciert

Kodak und Uteco geben ­das gemeinsam entwickelte Drucksystem Sapphire EVO für den Markt frei. Die erste Maschine wird im Juni in ­Italien installiert.

Im Januar 2017 hat die Uteco Converting Spa die gemeinsam mit Kodak entwickelte Sapphire EVO angekündigt. Jetzt geben die ­beiden Entwicklungspartner die «kommerzielle Verfügbarkeit» der Verpackungsdruckmaschine bekannt.

Bei der Sapphire EVO handelt es sich um ein Vierfarbendrucksystem (CMYK), das die Stream-Inkjet-Technologie von Kodak (Inkjet mit Tinten auf Wasserbasis) und das Know-how von Uteco rund um die Flexo- und Tiefdruckverfahren, die Folienkaschierung, Beschichtung und Trocknung vereint. Sie ermöglicht im Druck flexibler Verpackungen die sogenannte Mass Customization, wobei die Massenproduktion mit individuellen Motiven kombiniert wird. Das Drucksystem bedruckt neben Papier die unterschiedlichsten Kunststofffolien auf Bahn­breiten bis 650 Millimeter (maximale Druckbreite: 622 Millimeter). Die Druckgeschwindigkeit wird mit 9000 Metern pro Stunde angegeben.

Die Sapphire EVO soll für klein- und hochvolumige Aufträge mit Produktionsmengen bis zu 20 Millionen Quadratmeter pro Jahr wirtschaftlich sein. Die eingesetzten Tinten würden den «regulatorischen Anforderungen in der EU und den USA für einen indirekten Lebensmittelkontakt sowie den markenspezifischen Anforderungen und der EuPIA-Ausschlussliste» gerecht, heisst es in der Pressemitteilung. Die erste Maschine der Sapphire-EVO-Reihe werde im Juni bei einem italienischen Verpackungsdrucker installiert.

Kodak und Uteco haben die Sapphire-Technologie als Sieben­farbendrucksystem (CMYK plus Rot-Orange, Blau-Violett, Grün) erstmals auf der Drupa 2016 vorgestellt. Das System sollte ein weites Spektrum von Pantone-Farbtönen abdecken und war durch eine Bebilderungseinheit für einen digitalen Lackauftrag ausgerüstet. Die auf der Drupa vorgestellte Maschine produzierte bei einer Geschwindigkeit von ­300 Metern pro Minute auf einer maximalen Bahnbreite von 400 Millimetern. Sie sollte angeblich mit analogen Druckverfahren kombiniert werden können. (jm)