4. Drupa Global Trends Report publiziert

Die Drupa hat den 4. Gobal Trend Report publiziert. Druckereiunternehmen und die Zulieferindustrie blicken optimistisch auf das Jahr 2017. Die Investitionsabsichten konzentrieren sich auf die Druckweiterverarbeitung und den Bogenoffset.

Die Drupa hat im 4. Global Trends Report genaue Zahlen zur Entwicklung der weltweiten Druckbranche veröffentlicht. Dem Report zufolge hat sich die Branche gut von der Wirtschaftskrise in den Jahren 2007/2008 erholt.

Die Umfrage führte das Beratungsunternehmen Printfuture im Auftrag der Messe Düsseldorf durch. Rund 850 Druckereiunternehmen und über 300 Zulieferbetriebe aus allen Regionen und Märkten der Welt nahmen teil.

Weltweit bezeichnen 42 Prozent der Druckereiunternehmen ihre Geschäfte im Jahr 2016 als wirtschaftlich «gut», nur 11 Prozent bewerten sie als «schlecht»; das entspricht einem Nettowert von +31 Prozent, angeblich der höchste Wert, der jemals im Verlauf der mehrjährigen Befragungen erreicht wurde. Die Prognose für 2017 ist mit +46 Prozent noch besser.

Aber zwischen Märkten und Regionen nehmen die Abweichungen zu. Der Verpackungsdruck mit einem Nettowert von +39 Prozent und der Funktionsdruck (industrielles/dekoratives Drucken) mit +34 Prozent sind die erfolgreichsten Segmente. Demgegenüber hinken der Akzidenzmarkt mit +26 Prozent und das Publishing mit +23 Prozent hinterher. Stärkste Region ist Nordamerika mit einer Nettobilanz von +49 Prozent. Es folgen Europa und Australien/Ozeanien mit +33 Prozent, Zentral-/Süd-Amerika mit +29 Prozent, Asien mit +20 Prozent und der Nahe Osten mit +19 Prozent. Der afrikanische Kontinent weist mit -3 Prozent die erste negative Nettobilanz in der Report-Serie auf.

Anders als in den Vorjahren legt das historische Wachstum des Digitaldrucks eine Pause ein: 28 Prozent der Druckereiunternehmen berichteten 2015, dass mehr als ein Viertel ihrer Umsätze digital seien. 2016 druckten noch 27 Prozent einen Viertel der Aufträge digital.

Der Digitaldruck bestimmt aber zunehmend den Funktionsdruck – wobei Inkjet bei den meisten Anwendungen als Technik dominiert, und zwar mit einem Anstieg von 61 Prozent (2014) auf 74 Prozent (2016).

Gemäss dem Report sind die Web-to-Print-Anlagen an den gesamten Druckkapazitäten weltweit deutlich zurückgegangen, von 26 Prozent im Jahr 2015 auf 23 Prozent im Jahr 2016. Dramatische Rückgänge sollen Nordamerika und Australien/Ozeanien verzeichnet haben. Demgegenüber ist der Anteil in Asien gestiegen.

42 Prozent der befragten Betriebe haben gemäss dem Report über die letzten zwölf Monate mehr investiert, nur 11 Prozent haben weniger investiert. Das entspricht einer Nettobilanz von +31 Prozent. Zum ersten Mal rangiert die Druckweiterverarbeitung weltweit an erster Stelle, gefolgt von neuer Drucktechnologie und von Prepress/Workflow/MIS – ein Indiz, dass die Automatisierung ernst genommen wird.

Bei den für 2017 geplanten Investitionen in Drucktechnologie liegt der Bogenoffset weltweit betrachtet an der Spitze, gefolgt von tonerbasierten Digitalfarbdruckern. Die vier Marktsegmente setzen ihren geplanten Investitionen unterschiedliche Prioritäten: Der Akzidenzdruck setzt auf tonerbasierte Digitalfarbdrucker, das Publishing auf den Bogenoffset, die Verpackungsproduzent auf den Flexodruck und Unternehmen aus dem industriellen Druck (Funktionsdruck) auf Inkjet-Rollenfarbdrucker. Die komplette Studie wird Mitte März in Englisch veröffentlicht. Die Kurzfassung wird in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Chinesisch) unter www.drupa.de verfügbar sein. (ext)

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